Abo
  • Services:

Project Loon: Google startet Ballon-Internet aus der Stratosphäre

In Neuseeland startet Google einen Versuch, den Anwender über einen Ballon mit dem Internet zu verbinden. Die ersten Ballons sind schon unterwegs. Später sollen Anwender auch in abgelegenen Regionen so einen Internetzugang bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ballons in der Stratosphäre sollen in entlegenen Regionen einen Interzugang bieten.
Ballons in der Stratosphäre sollen in entlegenen Regionen einen Interzugang bieten. (Bild: Google)

Google arbeitet an einer neuen Form des Internetzugangs. Statt eines Kabelanschlusses oder einer Verbindung zum nächsten Mobilfunkmast wird die Antenne des Empfangsgeräts in Richtung Himmel ausgerichtet. In der Stratosphäre werden nach Googles Vorstellungen nämlich Internetballons positioniert.

Stellenmarkt
  1. Protea Networks GmbH, Unterhaching
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf

Damit die Ballons nicht einfach vom Wind weggetragen werden, bringt sie Google in eine Höhe von etwa 20 km. Durch vergleichsweise langsame Winde zwischen 5 und 20 Meilen pro Stunde (8 bis 32 km/h) in dieser Höhe bleiben die Ballons lang genug in der Reichweite, um sie gezielt zu steuern. Da die Windrichtungen in verschiedenen Höhen unterschiedlich sind, steuert Google die Ballons durch Veränderung der Höhe. So wird ein Netzwerk von Kommunikationsballons stabil gehalten.

Die Ballons und die Technik sind für einen längerfristigen Einsatz geplant. So soll die Hülle deutlich stabiler als die von Wetterballons sein. Falls die Ballons außer Betrieb genommen werden, bringt ein Fallschirm die Technik sicher zum Boden.

Mit der Technik sollen Geschwindigkeiten möglich werden, die in etwa der aktueller 3G-Modems entsprechen. Google nennt jedoch keine Details. Benutzt werden das 2,4- und das 5,8 GHz-Band. WLAN-Nutzer kennen diese aus ihrem Heim, denn dort funkt 802.11b/g/n und 802.11a/n/ac. Es braucht aber eine spezielle Antenne, etwa auf dem Dach des Hauses. Ob herkömmliche WLAN-Technik mit besonderen Antennen eingesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Auch hier fehlten noch Details. Die Ballons kommunizieren auch untereinander auf diesen beiden Frequenzbändern.

Ein einzelner Ballon kann bei einer Höhe von 20 km auf dem Land einen Durchmesser von 40 km abdecken. Das entspricht in etwa der Ausdehnung von Berlin. Allerdings kann und soll ein einzelner Ballon keine Metropolregion mit mehreren Millionen Nutzern abdecken. Der Einsatz ist für schwer zugängliche Regionen gedacht, wo es kaum Kabelinfrastruktur gibt und auch Mikrowellenmaste nicht ausreichen, etwa Dschungelregionen. Googles Loon ist damit auch eine Konkurrenz zum sehr teuren satellitengestützten Internet.

Die Energieversorgung der Loon-Ballons wird von Solarpanels übernommen. Diese erreichen bestenfalls 100 Watt, was ausreichen soll, um die Batterien für den Nachteinsatz aufzuladen und gleichzeitig die Hardware mit Energie zu versorgen.

Die gesamte Hardware muss besondere Umgebungsbedingungen aushalten können. Die Temperatur am Einsatzort wird um die -50 Grad Celsius betragen, bei einem Atmosphärendruck, der nur 1 Prozent des Drucks auf der Oberfläche entspricht. Außerdem schützt die Atmosphäre dort kaum vor UV-Strahlung und Temperaturschwankungen durch auftreffendes Sonnenlicht.

In dieser Höhe müssen sich die Loon-Macher aber auch keine Sorgen um ihr Equipment machen. Schlechtes Wetter, Flugzeuge und Tiere bewegen sich weit unterhalb der Loon-Ballons.

Der Test des Project Loon läuft bereits an. Am 16. Juni 2013 gegen Mittag (Ortszeit, NZST) gibt es auf dem Festival of Flight in Christchurch Informationen für Interessierte. Außerdem wurden im Juni bereits 30 Ballons in die Stratosphäre gebracht, um den ersten Neuseeländern einen Ballon-Internetzugang zu bieten. Google bittet jetzt vor allem Interessierte in Neuseeland, an dem Test teilzunehmen.

Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite google.com/loon.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 249,90€ + Versand (im Preisvergleich über 280€)
  2. 449€
  3. 127,75€ + Versand

flasherle 18. Jun 2013

ich glaube die latenz wird ähnlich och sein, ansonsten ist skydsl ist bandbreite völlig...

teleborian 18. Jun 2013

http://www.astronews.com/frag/antworten/1/frage1724.html Würde die Welt absolut still...

teleborian 18. Jun 2013

Es geht ja erst mal nur um Internet und nicht um Internet mit Mindestgeschwindigkeit und...

OmegaForce 17. Jun 2013

Verschwörungs Theorie?

FunnyGuy 17. Jun 2013

Ein Traum wird wahr, wenn ich die Hand aus dem Fenster halte und winke kann ich dies in...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9370) - Fazit

Dells neues XPS 13 ist noch dünner als der Vorgänger. Der Nachteil: Es muss auf USB-A und einen SD-Kartenleser verzichtet werden. Auch das spiegelnde Display nervt uns im Test. Gut ist das Notebook trotzdem.

Dell XPS 13 (9370) - Fazit Video aufrufen
Mobilfunk: Was 5G im Bereich Security bringt
Mobilfunk
Was 5G im Bereich Security bringt

In 5G-Netzwerken werden Sim-Karten für einige Anwendungsbereiche optional, das Roaming wird für Netzbetreiber nachvollziehbarer und sicherer. Außerdem verschwinden die alten Signalisierungsprotokolle. Golem.de hat mit einem Experten über Sicherheitsmaßnahmen im kommenden 5G-Netzwerk gesprochen.
Von Hauke Gierow

  1. IMSI Privacy 5G macht IMSI-Catcher wertlos
  2. DAB+ Radiosender hoffen auf 5G als Übertragungsweg
  3. Netzbetreiber 5G kommt endlich in die Umsetzungsphase

Adblock Plus: Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern
Adblock Plus
Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern

Der Bundesgerichtshof hat im Streit um die Nutzung von Werbeblockern entschieden: Eyeo verstößt mit Adblock Plus gegen keine Gesetze. Axel Springer hat nach dem Urteil angekündigt, Verfassungsbeschwerde einreichen zu wollen.

  1. Urheberrecht Easylist muss Anti-Adblocker-Domain entfernen

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook ermöglicht Einsprüche gegen Löschungen
  2. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  3. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern

    •  /