Abo
  • Services:

Project Loon: Ballon-Internet für Katastrophengebiete in Peru

Vom Test zum Ernstfall: Aus einem Test von Project Loon in Peru ist ein richtiger Einsatz geworden. Nach Überschwemmungen versorgen die Ballons des US-Konzerns Alphabet die Bewohner einiger betroffener Gebiete mit Internet aus der Luft.

Artikel veröffentlicht am ,
Project Loon: größter bisheriger Einsatz für das Ballon-Internet
Project Loon: größter bisheriger Einsatz für das Ballon-Internet (Bild: Alphabet)

Ballon-Internet in überfluteten Gebieten in Peru: Der US-Konzern Alphabet und der Telekommunikationsanbieter Telefónica bauen seit einigen Monaten ein Netz aus schwebenden Internet-Hotspots in Peru auf. Davon haben jetzt viele Peruaner profitiert, deren Wohnorte von Naturkatastrophen betroffen sind.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Waiblingen
  2. Jetter AG, Ludwigsburg

Eine Nachricht an Rettungsdienste und Angehörige oder wichtige Informationen über die Lage - Zehntausende Menschen hatten in den Katastrophengebieten Perus für ihre Kommunikation Zugang zum Internet, nachdem ihre Wohnorte überschwemmt und Straßen von Erdrutschen verschüttet worden waren. In drei Gebieten des südamerikanischen Landes funktionierte die Internetversorgung per Ballon, als die Katastrophe losbrach.

Die Ballons starteten in Puerto Rico

Seit Anfang des Jahres baut Alphabets Project Loon zusammen mit Telefónica das Ballon-Internet auf. Die Ballons schweben in 20 Kilometern Höhe und dienen als schwebende Hotspots. Dank eines neuen Navigationssystems können die Ballons recht genau steuern. So hat Alphabet die Ballons im US-Außengebiet Puerto Rico steigen lassen. Von dort aus sind sie nach Peru gefahren.

Die Ballons haben keinen eigenen Antrieb, sondern treiben im Wind. Navigiert wird durch Höhenveränderung: Um die Richtung zu ändern, sinken oder steigen sie - in den verschiedenen Schichten der Atmosphäre herrschen jeweils andere Windrichtungen. In vielen Tests haben die Alphabet-Entwickler Erfahrungen mit dieser Art von Navigation gesammelt. Die im Herbst eingeführte Steuerungssoftware übernimmt das Steigen und Sinken und sorgt dafür, dass ein Ballon über einem bestimmten Gebiet kreist.

Drei Regionen bekommen Internet von oben

Derzeit versorgt Project Loon drei Areale um die Städte Lima, Chimbote und Piura. Diese drei Gebiete umfassen rund 40.000 Quadratkilometer - das entspricht in etwa der Fläche der Schweiz.

Project Loon und Telefónica hatten die Ballons über Südamerika schweben lassen, um zu testen, wie sich die Ballons in das Netz von Telefónica integrieren lassen, schreibt Alastair Westgarth, Leiter von Project Loon, im Blog von Alphabets Entwicklungsabteilung X. Als die Überflutungen und die Erdrutsche begannen, hatten sie sich an die Regierung gewandt und Hilfe angeboten.

Über die Ballons erhielten mehrere Zehntausend Peruaner Zugang zu grundlegenden Internetdiensten wie etwa dem Nachrichtendienst Whatsapp. Insgesamt seien etwas 160 GByte an Daten über das Ballonnetz verschickt worden, schreibt Westgarth. Es sei der größte bisherige Einsatz für Project Loon.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 2,99€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

crack_monkey 18. Mai 2017

Das ist in der Tat eine Sache die mich ebenfalls aufregt. Ich hatte dazu mal ein Gespräch...

DooMMasteR 18. Mai 2017

LTE darf bis 40 km ohne große Veränderungen, daher bietet es sich in solchen Fällen an...


Folgen Sie uns
       


Smarte Soundbars - Test

Wir haben die beiden ersten smarten Soundbars getestet. Die eine ist von Sonos, die andere von Polk. Sowohl die Beam von Sonos als auch die Command Bar von Polk dienen dazu, den Klang des Fernsehers zu verbessern. Aber sie können auch als normale Lautsprecher verwendet und dank Alexa auch mit der Stimme bedient werden. Zudem lässt sich auf Zuruf ein Fire-TV-Gerät verbinden und mit der Stimme steuern. Allerdings reagieren beide Soundbars dabei zu träge.

Smarte Soundbars - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

    •  /