Project Loon: Alphabets Ballons kumulieren eine Million Flugstunden

Seit 2011 experimentiert Google beziehungsweise Alphabet mit Ballons, um schnelles Internet in entlegene Regionen zu bringen. Die Ballons, die inzwischen komplett automatisiert fahren, haben insgesamt eine Million Stunden in der Luft verbracht und dabei umgerechnet 1.000 Mal die Erde umrundet.

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Project Loon: Projektleiter hat sich "noch nie zugleich klüger und dümmer gefühlt".
Project Loon: Projektleiter hat sich "noch nie zugleich klüger und dümmer gefühlt". (Bild: Project Loon/Alphabet)

Die Ballons von Alphabets Project Loon haben kumuliert eine Million Stunden in der Luft verbracht. Dabei hätten sie knapp 40 Millionen Kilometer zurückgelegt, berichtet Salvatore Candido, technischer Leiter des Projekts, im Loon-Blog.

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Auf wie viele Ballons sich die eine Million Flugstunden und 40 Millionen Kilometer verteilen, hat Candido nicht erwähnt. Eine Million Stunden entspricht 41.666 Tagen oder 114 Jahren, 40 Millionen Kilometer sind 1.000 Erdumrundungen. Die mit Helium gefüllten Ballons schweben in einer Höhe von 15 und 21 Kilometern, wo die Windgeschwindigkeiten relativ moderat sind.

Die Ballons sind schwebende Kommunikationsstationen, die Internet in entlegene Regionen der Erde bringen sollen. In Kenia entsteht derzeit ein kommerzielles Netz. Ein Ballon deckt ein Gebiet mit einem Durchmesser von etwa 40 Kilometern ab.

Die Ballons sind mit der nötigen Kommunikations-Hardware ausgestattet. Solarzellen versorgen die Systeme mit Strom. Einen eigenen Antrieb haben die Ballons nicht. Sie navigieren, indem sie zwischen den Luftschichten hin- und herwechseln, in denen die Winde aus unterschiedlichen Richtungen wehen. Eine Pumpe verändert den Luftgehalt im Ballon, der so leichter oder schwerer wird und entsprechend aufsteigt oder sinkt.

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Die Steuerung übernimmt eine lernfähige Software. Sie wertet automatisiert Wetterprognosen und Echtzeitdaten, die die Ballon sammeln, aus und erstellt Karten der sich ändernden Winde für die Ballons. "Diese übermenschliche Datenverarbeitung und Aufmerksamkeit, die nur Softwareautomation bietet, macht effiziente, lange Reisen durch die Stratosphäre möglich", schreibt Candido.

Das System könne inzwischen die Ballons viel besser steuern als ein Mensch, gibt Candido zu. Manchmal brauche er, der das System immerhin geschaffen habe, eine Weile, um die Strategie des Algorithmus zu verstehen. "Aber wir merkten schnell, dass wir ausgetrickst wurden, als der erste Ballon mit dieser einen Flugrekord von Puerto Rico nach Peru aufstellte. Ich habe mich noch nie zugleich klüger und dümmer gefühlt."

Google arbeitet seit 2011 an dem Projekt, das vor allem für entlegene Regionen und Katastrophengebiete gedacht ist. 2017 profitierten etwa Bewohner eines Überschwemmungsgebietes in Peru davon. Es gab auch schon lustige Situationen: So hielten Anfang 2017 Bauern in Peru einen abgestürzten Ballon für ein Ufo.

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wp (Golem.de) 25. Jul 2019

Danke für den Hinweis. Ist korrigiert. wp (Golem.de)

ianmcmill 25. Jul 2019

...oder 16 Mal (grob) zum Mond und zurück. Hätten sie gleich was mitnehmen können. JK!

M.P. 25. Jul 2019

Auf dem Bild ist eine ziemlich dünn und fragil erscheinende Ballonhülle zu sehen. Ich...

maxule 24. Jul 2019

Ist bestimmt ein Funkturm. Und die signalverstärkende Keramikmuschel um die Öffnung...



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