Project Kuiper: Vodafone und Amazon kooperieren beim Satelliteninternet
Amazon hat einen Partner für sein geplantes Project Kuiper mit Satelliteninternet gefunden. Vodafone und seine afrikanische Tochter Vodacom wollen die Satelliten nutzen, um die Netzabdeckung in abgelegenen Gebieten in Europa und Afrika mit 4G oder 5G zu verbessern, wie der Netzbetreiber mitteilte(öffnet im neuen Fenster) . Das Satelliteninternet mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz kommt in unversorgten und unterversorgten Regionen zum Einsatz, wo eine Nutzung von kabelgebundenen Lösungen zu teuer oder zu aufwendig sei.
Aktuell ist noch kein Kuiper-Satellit im All. In den kommenden Monaten wird Amazon zwei Prototypen des Kommunikationssatelliten testen. Im Jahr 2024 können Testkunden die Satelliten nutzen, 2026 soll die Hälfte der 3.236 Satelliten in der Umlaufbahn sein. Amazon konkurriert bei seinem Project Kuiper mit dem bereits aktiven Dienst Starlink des Raumfahrtkonzerns SpaceX von Elon Musk.
In Europa sollen Verbindungen über das Projekt vor allem die Ausfallsicherheit erhöhen, indem die Satelliten als zusätzliche Infrastruktur dienen. "Für die Anbindung der hiesigen Basisstationen an die Kernnetze sind Satellitenverbindungen weniger relevant" , sagte die Netz-Chefin von Vodafone, Tanja Richter, gegenüber der dpa. Die europäischen Mobilfunknetze seinen bereits gut ausgebaut.
Millionen von Menschen erhalten einen Zugang zum Internet
Die Kooperation von Vodafone und Amazon ist vor allem für Menschen in Afrika relevant. Laut Vodafone-Chefin Margherita Della Valle erhält ein großer Teil der weltweiten Bevölkerung, der heute keinen Internetzugang hat, über Satelliten einen Zugang zu bezahlbarem Internet. Vom Project Kuiper profitieren zum Beispiel entlegene Gemeinden, Unternehmen, Schulen und Krankenhäuser.
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