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Project Kuiper: Amazon testet seine Internet-Satelliten mit AWS-Bodennetz

Amazons erste Testsatelliten für Project Kuiper laufen wie geplant. Erste Testkunden können am Mitte 2024 das Satelliten-Internet ausprobieren.
/ Achim Sawall
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Beim Launch Event von Amazon (Bild: Amazon / Screenshot Golem.de)
Beim Launch Event von Amazon Bild: Amazon / Screenshot Golem.de

Die ersten beiden Prototyp-Satelliten von Amazons Project Kuiper arbeiten wie geplant. Das gab Rajeev Badyal, Vice President für Technologie bei Project Kuiper, im Blog des Konzerns bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber an diesem Punkt der Mission freue ich mich, berichten zu können, dass KuiperSat-1 und KuiperSat-2 nominell in Betrieb sind " , erklärte Badyal.

"Die beiden Satelliten sind stabil im Orbit, gewinnen Energie von der Sonne und kommunizieren über alle Verbindungen von der Erde zum Weltraum und vom Weltraum zur Erde" , sagte er.

In der folgenden Phase werde man das Weiterleiten von Daten über das Bodennetzwerk testen, das von Amazon Web Services (AWS) betrieben wird. Dann werde die Verbindung Kuipersat-1 und Kuipersat-2 zu den Nutzerterminals in beide Richtungen erprobt.

Der Start am 7. Oktober erfolgte mit der Atlas-V-Rakete im Kennedy Space Center in Florida.

Starlink ist erheblich weiter – aber nicht beim Bodennetz

Amazon will Anfang 2024 die ersten regulären Kuiper-Satelliten ins All bringen und Ende des Jahres den Betrieb für erste Testkunden beginnen. Mit den Starts entstand eine ernsthafte Konkurrenz zu Starlink, das jedoch mit seinem LEO-Netz schon erheblich weiter ist. Anders als das von Elon Musk gegründete Unternehmen Starlink kann Amazon mit dem weltweiten AWS-Netzwerk und seinen Rechenzentren und eigenen Seekabeln von Amazon zusammenarbeiten.

Das Projekt Kuiper plant noch in diesem Jahr in Kirkland, Washington, mit der Satellitenproduktion zu beginnen. Die Erkenntnisse aus der Mission sollen helfen, Hardware, Software und Infrastruktur zu verbessern. "Der Start des ersten dieser Produktionssatelliten ist für die erste Hälfte des Jahres 2024 geplant, und wir gehen davon aus, dass wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 mit den Betatests mit frühen kommerziellen Kunden beginnen werden" , erklärte Badyal.

Die Konstellation soll aus 3.236 Satelliten in unterschiedlichen Umlaufbahnen bestehen: Der höchste Orbit liegt in 630 km Höhe. Dort will Amazon 1.156 Satelliten stationieren. 20 km niedriger sollen 1.296 Satelliten kreisen. Der niedrigste Orbit befindet sich bei 590 km. Dort werden 784 Satelliten ausgesetzt.

Die ersten beiden Starlink-Demosatelliten wurden im Februar 2018 gestartet und die ersten betriebsbereiten Satelliten etwas mehr als ein Jahr später in die Umlaufbahn geschickt.


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