Project Kuiper: Amazon-Konkurrenz zu Starlink startet Anfang 2023
Leicht verspätet lässt Amazon die ersten beiden Prototypen seiner Kuiper-Konstellation für Satelliteninternet in den Orbit transportieren.
Amazon startet die ersten beiden Prototypen seiner Kuiper-Internetsatelliten Anfang nächsten Jahres. Das gab Amazon am 12. Oktober 2022 bekannt. Der Start erfolge mit der neuen Vulcan-Rakete, die von der United Launch Alliance, einem Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin, entwickelt wird. Die ersten Satelliten des Kuiper-Systems sollten ursprünglich bis Ende dieses Jahres mit dem Raketen-Start-up ABL Space Systems starten.
"Unsere ersten beiden Satelliten - Kuipersat-1 und Kuipersat-2 - werden noch in diesem Jahr fertiggestellt, und wir planen nun, beide Satelliten beim Erstflug der neuen Vulcan-Centaur-Rakete der United Launch Alliance (ULA) Anfang 2023 einzusetzen", erklärte Amazon.
Amazon erhielt bereits im Juli 2020 von der FCC (Federal Communications Commission) die Genehmigung zum Start von LEO-Satelliten des Projekts Kuiper, was insgesamt zehn Milliarden US-Dollar kosten soll. Die Konstellation soll aus 3.236 Satelliten in unterschiedlichen Umlaufbahnen bestehen: Der höchste Orbit liegt in 630 km Höhe. Dort will Amazon 1.156 Satelliten stationieren. 20 km niedriger sollen 1.296 Satelliten kreisen. Der niedrigste Orbit befindet sich bei 590 km. Dort werden 784 Satelliten ausgesetzt.
Starlink ist schon erheblich weiter
Mit den Starts beginnt eine ernsthafte Konkurrenz zu Starlink. Bis Kuiper in Betrieb ist, dürften die aktuellen Starlink-Satelliten aber schon das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und durch die nächste Version ersetzt worden sein. Doch die Kapazität von Satellitennetzwerken ist begrenzt, wodurch es Raum für mehrere Anbieter gibt.
Elon Musks SpaceX hat bereits eine Konstellation von mehr als 3.100 Satelliten im Orbit. Das Starlink-System sei in mehr als 30 Ländern erreichbar und habe eine breite Kundenbasis aufgebaut, sagte Musk. Im August kündigte er einen Vertrag mit T-Mobile US an, der es den Kunden des Mobilfunkbetreibers ermöglichen soll, Starlink-Satelliteninternet zu nutzen, was Funklöcher weitgehend beseitigen würde.
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