Project Kiwi: Disney entwickelt zweibeinige Roboter für Themenparks

Disneys Project Kiwi kann bereits einen funktionierenden Prototyp vorweisen. Baby Groot läuft, tanzt und winkt selbstständig.

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Project Kiwi sieht bereits aus wie Baby Groot.
Project Kiwi sieht bereits aus wie Baby Groot. (Bild: Disney Imagineering)

Wenn es um die eigenen Themenparks und Attraktionen geht, probiert Disney gern neue Dinge aus. Zurzeit arbeitet das Forschungsunternehmen Disney Imagineering am Project Kiwi, einem autonomen zweibeinigen Roboter, der mit Parkgästen interagieren soll. Im Gegensatz zu bisherigen Disney-Animatronics und Puppen wird Kiwi eigenständig laufen sowie Arme und Gesichtsteile bewegen können. So sollen diverse Disney-Charaktere lebhaft dargestellt werden. Ein erster Kandidat ist Baby Groot aus Marvels Guardians of the Galaxy.

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Der Techblog Techcrunch hat mit dem Entwicklerteam der Research-and-Development-Abteilung gesprochen und diverse Informationen zum Projekt veröffentlicht. Teil des Projektes ist etwa auch Scott Christopher LaValley, ein Robotikingenieur, der bei Boston Dynamics am zweibeinigen menschenähnlichen Atlas-Roboter beteiligt war. Seit drei Jahren arbeitet das Forscherteam nun bereits an Project Kiwi. Das Ergebnis ist ein funktionierender Prototyp, der Mimik und Gestik imitieren und sich auf zwei Beinen autark fortbewegen kann.

Im Vorschauvideo zeigt Disney eine voll animierte Puppe von Baby Groot, die tanzen, laufen, winken und sogar auf einem Bein stehen kann. All das sieht noch etwas langsam und steif aus. Das Projekt ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Auch hängt die Puppe noch an einem Stabilisierungskabel, damit sie nicht umfällt. Das System an sich soll bereits batteriebetrieben und autonom arbeiten.

Boston Dynamics Atlas als Vorbild

Die Ähnlichkeiten zu Atlas sind äußerlich klar: Auch Kiwi nutzt zwei Beine, zwei Arme und eine zentrale Recheneinheit, die sich im Torso der Maschine befindet. Disneys Roboter ist aber eine komplette Neuentwicklung. Im Torso sind auch Akkupacks und Motoren verbaut, die Gliedmaßen und Kopf antreiben. Mithilfe diverser Patente sollen weniger Motoren für das Steuern einzelner Gliedmaßen benötigt werden. So werden über Riemen und Zahnräder etwa Kraftübertragungen auch durch Knie und Ellenbogen hindurch realisiert. Die Platinen und Controller hat Disney in mehrere Segmente unterteilt und an den Armen und Beinen des Roboters verstaut. Das soll Platz sparen und das Gewicht besser verteilen.

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Im Kopf des Animatronics befinden sich optische Sensoren. Darüber soll die Figur mit Parkbesuchern sprechen und einige für den jeweiligen Charakter typische Sprüche parat haben. Im Falle von Groot wäre dies recht einfach zu realisieren. Schließlich kann er nur sagen: "I am Groot". Auch in den Armen und Beinen sollen sich Berührungssensoren befinden. Mit deren Hilfe könnte die Puppe etwa den Untergrund analysieren, auf dem sie läuft.

Laut Techcrunch befindet sich Kiwi noch in einer frühen Prototypenphase. Der Roboter soll etwa mit einem verbessertem Skelett ausgestattet werden, das leichter und effizienter ist. Auch muss der Roboter mehr Stabilität garantieren können und schnell Entscheidungen treffen. Ziel soll es nämlich sein, mehrere dieser Masskottchen frei in Disney-Parks laufen zu lassen. Entsprechend werden Kinder und Erwachsene mit ihnen Fotos machen oder sie knuddeln wollen - wie es bereits bei bisherigen menschlichen Masskottchen der Fall ist. Bis dahin wird es noch eine Weile dauern.

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Bonarewitz 27. Apr 2021

Wenn man sich die Entwicklungskosten solcher Roboter anschaut, glaube ich, dass der...

cri-kee 27. Apr 2021

Bin ich die einzige, die grade an Itchy und Scratchy-Land denken muss?

most 26. Apr 2021

Kennt doch keiner mehr den guten alten Glatzen-Per (den kennt auch keiner mehr...

Emulex 26. Apr 2021

Hab schon seit 10 Jahren einen iRobot Roomba. Fährt sich immernoch am Teppich fest ;)

3247 26. Apr 2021

Er muss bloß regelmäßíg laden und riecht nach Maschinenöl.



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