Project Helix und PS6: Was wir von der nächsten Playstation und Xbox erwarten
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Microsoft hat auf der GDC 2026 einige erste Details zur kommenden Xbox-Generation verraten. Sie soll nicht nur auch PC-Spiele ausführen können . Sie wird wohl auch nicht vor dem Jahr 2028 erscheinen. Diese Aussage gibt einen Ausblick darauf, wie Sony den Release der nächsten Playstation-Generation handhaben könnte.
Ein Blick auf vergangene Konsolengenerationen zeigt: Sie wurden meist zum Ende des Jahres veröffentlicht, um das lukrative Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Xbox, Xbox 360, Xbox One und Xbox Series X kamen jeweils im November des angegebenen Jahres heraus. Gleiches gilt für die vergangenen Generationen der Playstation. Sollte sich Microsoft an den geplanten Release im Jahr 2028 halten, dürften wir eine neue Xbox also erst Ende des Jahres erwarten.
Die kommende Xbox, die intern als Project Helix bekannt ist, wird also knapp acht Jahre nach der aktuellen Konsolengeneration releast. Das ist einer der längsten Konsolenzyklen bisher. Auf einen Nachfolger der Xbox One und der Playstation 4 haben Fans sieben Jahre gewartet. Nintendo-Konsolen ab der Nintendo Wii wurden in siebenjährigen Zyklen veröffentlicht.
Sony ist nicht in Eile
Nur der Wechsel von Xbox 360 auf die Xbox One dauerte ebenfalls schon acht Jahre. Das lag daran, dass Microsoft den Release der 360 möglichst schnell vor der Konkurrenz durchführen wollte. Dadurch konnte der Konzern aus einer Nachzügler-Position heraus dem Konkurrenten Sony viele Marktanteile abringen, auch wenn dies auf Kosten der Produktionsqualität ging – Stichwort: Red Ring of Death .

Microsofts direkte Konkurrenz bei Sony wird wohl ebenfalls einen Release Ende 2028 anpeilen. Aktuell ist es für den Hersteller einfach nicht notwendig, als erstes mit einer neuen Konsole auf den Markt zu kommen. Schließlich konnte sich Sony mit der Playstation 5 einen Marktanteil von schätzungsweise 70 Prozent in vielen wichtigen Märkten erarbeiten.
Bis Ende 2025 wurden bereits mehr PS5 als Xbox 360 verkauft(öffnet im neuen Fenster) , Microsofts erfolgreichster Xbox. Stand Februar 2026 konnte Sony etwa 92 Millionen Konsolen verkaufen und könnte damit noch die erste Playstation einholen. Von ihr wurden 102 Millionen Stück in den Umlauf gebracht. Sony ist also keineswegs unter Zugzwang.
Microsoft hat indes bereits vor einiger Zeit einen Strategiewechsel angeregt. Das Motto "Alles ist eine Xbox" , wonach Xbox-Titel möglichst auch auf Windows-PCs gespielt werden können, dürfte auch auf die kommende Xbox Project Helix zutreffen.
Microsoft plant eine Spielekonsole, die zumindest PC-Spiele ausführen kann. Die Strategie ist ein komplettes Gegenstück zu Sony, das mit Exklusivtiteln und "System-Sellern" bisher sehr erfolgreich gewesen ist.
Der PC als Fokuspunkt?
Inwiefern sich das auf kommende Triple-A-Spiele auswirken wird, kann bisher nur vermutet werden. Wenn Studios für die kommende Xbox entwickeln, werden sie aber wohl gleichzeitig auch für den PC als Plattform mitentwickeln. Das ist insofern ein Paradigmenwechsel, als viele bisherige Spiele mit Fokus auf die eine oder die andere Plattform erdacht wurden.
Passende Ports, meist von der Konsole auf den PC, kommen zum einen meist viel später auf die andere Plattform. Zum anderen haben sie oft mit Leistungsproblemen, Bugs und mehr zu kämpfen. Auch die Steuerung von Menüs, Charakteren und Spielweltelementen muss für mehrere Eingabemethoden zumindest funktionieren. Maus und Tastatur haben andere Möglichkeiten als ein Xbox- oder Dualsense-Controller.
Gute und schlechte Ports
Aktuell werden einige Spiele deshalb so entwickelt, dass sie je nach Kontext ein wenig anders funktionieren. Das von Microsoft verkaufte Age of Empires 4, ein typisches auf Maus- und Tastatursteuerung optimiertes Strategiespiel, wurde speziell für Xbox Series X und Playstation 5 mit auf Controller ausgelegten Funktionen ausgestattet. So trainieren sich Dorfbewohner automatisch und lassen sich leicht Ressourcen auf der Karte zuweisen. Mittels Radialmenü fällt die Navigation der vielen kleinteiligen Elemente etwas leichter.
Andere Games versuchen gar nicht erst, sich auf mehrere Plattformen anzupassen. Das von vielen Gamern geliebte Claire Obscur: Expedition 33 blendet direkt vor Spielstart auf dem PC ein, dass es sich am besten mit einem Controller spielen lässt. Untermenüs und Bewegungsmuster funktionieren zwar auch mit Maus und Tastatur. Das ist aber weit umständlicher und teilweise frustrierend.

Vor allem Exklusivtitel für Sonys Playstation-Ökosystem haben einen Ruf, nicht immer gut auf PC-Titel abgestimmt zu sein. Der PC-Port von Red Dead Redemption 2 hatte etwa mit vielen Performance-Problemen zu kämpfen. Auch der Port von God of War lief nicht unbedingt rund. Gleiches gilt für dessen Nachfolger God of War: Ragnarök.
Es ist wahrscheinlich, dass dies bei Playstation-Ports weiterhin der Fall ist. Bisher konnte Sony mit Exklusivtiteln, die für die eigene Konsole optimiert sind, eben einen merklich größeren Erfolg verzeichnen als Microsoft mit einem eher offenen Ansatz. Es gibt daher keinen offensichtlichen Grund, auf einmal den Fokus auf mehrere Plattformen zu werfen. Das Geld fließt auch so.
Kommende Features bei der Darstellung und Berechnung von Games könnten dabei helfen, diese Probleme etwas zu reduzieren. Das Stichwort ist allgegenwärtig und heißt künstliche Intelligenz.
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