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Studiogelände von Sony Pictures in Culver City (bei Los Angeles)
Studiogelände von Sony Pictures in Culver City (bei Los Angeles) (Bild: Sony Pictures)

Project Goliath: Interne Mails von Sony Pictures zeigen Kampf gegen Google

Studiogelände von Sony Pictures in Culver City (bei Los Angeles)
Studiogelände von Sony Pictures in Culver City (bei Los Angeles) (Bild: Sony Pictures)

Die Grenze zur Bestechung von Staatsanwälten war möglicherweise nicht weit: Interne Mails nach dem Einbruch in Computersysteme von Sony Pictures belegen den harten Kampf der Filmwirtschaft gegen Google - das zur Tarnung "Goliath" genannt wird.

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Rund 585.000 bis 1,175 Millionen US-Dollar für die Unterstützung der Arbeit von den obersten Staatsanwälten einiger US-Bundesstaaten: Das wollte die US-Filmwirtschaft laut einer Reihe von Mails im Kampf gegen Google allein im Mai 2014 investieren. Über die im Rahmen des groß angelegten Hacks von Sony Pictures öffentlich gewordenen Mails berichten nun US-Magazine wie The Verge.

Im Kern geht es darum, dass die Motion Picture Association of America (MPAA) in ihrem Streit gegen Urheberrechtsverletzungen vor allem Google ins Visier genommen hat und dabei mit härtesten rechtlichen und politischen Bandagen kämpft. Statt "Google" steht in den Mails übrigens meist das Wort "Goliath", die Pläne laufen insgesamt stellenweise unter dem Begriff "Project Goliath".

Die Filmwirtschaft beabsichtigte offenbar, die obersten Staatsanwälte dazu zu bringen, möglichst groß angelegte Ermittlungen und dann auch Verfahren gegen Google aufzunehmen und das Unternehmen so unter Druck zu setzen. Das hätte sich wiederum weniger gegen das eigentliche Ziel der MPAA wehren können: Netzsperren und Internetfilter, mit denen urheberrechtlich geschützte Inhalte - ähnlich wie bei der um 2012 geplanten Sopa-Gesetzgebung - recht effektiv blockiert hätten werden können.

Das eigentliche Problem bei den nach aktuellem Wissenstand nicht umgesetzten Plänen war allerdings, dass die MPAA mit ihrer Unterstützung für die Staatsanwälte wohl sehr weit, nach Auffassung des Magazins Techdirt.com zu weit gegangen wäre. Die obersten Staatsanwälte (State Attorney General) sind dafür ein geeignetes Ziel: Sie haben in einigen US-Bundesstaaten ungefähr die gleiche Funktion wie Landesjustizminister und können Ermittlungen aktiv behindern oder gar einstellen, aber ebenso auch fördern und aufnehmen.

In den meisten Bundesstaaten müssen sie alle paar Jahre wiedergewählt werden, was den Bedarf an Wahlkampfspenden weckt - den die MPAA offenbar nur zu gerne befriedigt hat. Auch die Öffentlichkeit sollte offenbar gegen Google aufgebracht werden. Mindestens 85.000 US-Dollar der genannten 585.000 bis 1,175 Millionen US-Dollar waren für begleitende Kommunikationsmaßnahmen vorgesehen.

Vor einigen Tagen war bekanntgeworden, dass einige Mitglieder der Filmwirtschaft durchaus auf Google zugegangen sind: So soll es im März 2012 ein Treffen mit hochrangingen Vertretern von Sony Pictures, Google sowie von Politik und weiteren Firmen gegeben haben. Was genau dort besprochen wurde, ist allerdings nicht bekannt.


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Michael0712 16. Dez 2014

Und wo im Artikel steht das jetzt?

Leichse 16. Dez 2014

Na, ich scheine wohl was verpasst zu haben... Kein Wunder, in letzter Zeit war ich ja nur...

mainframe 16. Dez 2014

Was meint Ihr, warum die Energiewende nicht vorran kommt? Ich sag da nur Lobbyismus...

Dwalinn 15. Dez 2014

Auf alle fälle würde das dafür sorgen das die mal überlegen wer hier auf wenn angewiesen...

sedremier 15. Dez 2014

Außer es im eigenen Größenwahn auszunutzen? Und wieder mal: Nein! DOCH! OOOOOOOOH! Und...



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