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Project Genie: Google stellt KI-Weltengenerator vor

Das sieht beeindruckend aus: Ein KI-Werkzeug von Google generiert mit einfachsten Befehlen künstliche Welten.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Project Genie (Bild: Google)
Artwork von Project Genie Bild: Google

Google Deepmind hat ein neues KI-Experiment mit dem Namen Project Genie gestartet, mit dem die Nutzer aus einfachen Text- oder Bildvorgaben interaktive virtuelle Welten erzeugen und erkunden können.

Das Projekt baut auf dem Genie 3-World-Model auf, einem generativen Modell, das Umgebungen in Echtzeit simulieren kann, und steht derzeit zahlenden Google AI Ultra-Abonnenten in den USA als Forschungsprototyp über Google Labs zur Verfügung.

Project Genie(öffnet im neuen Fenster) ist keine fertige Anwendung, sondern ein experimentelles Werkzeug. Die Nutzer geben per Textprompt oder Bild eine Vorstellung der gewünschten Welt ein und können diese dann betreten und sich darin bewegen: zum Beispiel idyllische Wiesen, Berglandschaften oder düstere Dungeons.

Schritt für Schritt durch die KI-Welten

Die KI erzeugt laufend den nächsten Abschnitt der Umgebung, statt einfach nur ein statisches Bild oder eine vorgerenderte Szene auszuspielen. Laut Google simuliert das System grundlegende physikalische Reaktionen und Interaktionen, wobei Kamera- und Bewegungssteuerung über eine Weboberfläche erfolgen.

Die erzeugten Welten sind noch auf einfache Formate begrenzt – etwa 720p-Auflösung und begrenzte Details -, bleiben aber über mehrere Minuten konsistent, während man sie erkundet.

Erste Eindrücke, etwa von The Verge(öffnet im neuen Fenster) : Das Tool sei leicht zugänglich und mache es einfach, mit ein paar Worten oder einem Bildanfang eine Welt entstehen zu lassen, die an bekannte Spielumgebungen erinnere.

Gleichzeitig sei die Umsetzung noch weit von der Qualität handgefertigter Spielewelten entfernt. Interaktionen wirkten rudimentär, die Steuerung reagiere nicht immer flüssig, und die Umgebungen wirkten eher spielerisch skizziert als realistisch.

Google betont, dass Project Genie primär Forschungszwecken diene und die gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklung weiterführender KI-Modelle einfließen sollen. Eine zentrale Motivation sei es, Systeme zu entwickeln, die Umgebungen nicht nur beschreiben, sondern selbst verstehen und dynamisch modellieren können – ein Schritt auf dem Weg zu allgemeineren künstlichen Intelligenzen.

Der aktuelle Zugang zu Project Genie ist auf die USA beschränkt und setzt ein AI-Ultra-Abo voraus. Google plant, den Prototyp und die dahinterstehende Technik schrittweise weiterzuentwickeln und in Zukunft breiteren Nutzergruppen zur Verfügung zu stellen.


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