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Project G-Assist: Der KI-Assistent für Gamer kommt wirklich

Computex 2024
Fragen zum aktuell laufenden Spiel direkt per KI beantwortet zu bekommen soll Realität werden. Nvidia zeigt auf der Computex, was der Chatbot kann.
/ Martin Böckmann
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Per Spracheingabe oder Chatfenster kann G-Assist Fragen zum Spiel und zum PC mit Nvidia-GPU beantworten. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Per Spracheingabe oder Chatfenster kann G-Assist Fragen zum Spiel und zum PC mit Nvidia-GPU beantworten. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Nvidia hat zur Computex 2024 das Projekt G-Assist(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Anders als beim Aprilscherz aus dem Jahr 2017 handelt es sich nicht um einen USB-Stick, der mit der Software ausgeliefert wird, sondern um einen tatsächlich existierenden Chatbot, der bereits als Techdemo läuft. Diese hat Nvidia uns bei einer Live-Demo vorgeführt, wo wir auch selbst Fragen stellen konnten.

G-Assist ist als lokaler Assistent konzipiert und läuft komplett auf dem eigenen PC, ein Internetzugriff ist laut Nvidia aktuell nicht vorhanden und bisher auch nicht geplant. Stattdessen bezieht ein Sprachmodell Kontextdaten, die der Spielentwickler vorbereitet hat, sowie Daten aus der aktuellen Spielemission, um etwa Fragen zu Bildschirminhalten beantworten zu können.

Das können inhaltliche Fragen sein, etwa wie die nächsten Skillpunkte am besten verteilt werden können, welche Waffe für den Anfang gut geeignet ist oder was für ein Typ Gegner gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist und wie man mit ihm fertig wird. Aber auch technische Fragen sind möglich, etwa zur Performance des Spiels oder wie man die Spieleinstellungen für bessere Leistung, Qualität oder zum Stromsparen optimieren kann.

G-Assist kann selbst Änderungen vornehmen

Anders als die meisten Chatbots weigert sich der Assistent nicht, selbst an den Einstellungen zu schrauben. In der Techdemo kann die KI automatisch die Bildrate auf die gewünschten 60 Fps begrenzen und so die Leistungsaufnahme des Testsystems um knapp die Hälfte reduzieren. Wer stattdessen mehr Leistung braucht, kann auch automatische Übertaktung aktivieren und so etwas mehr Performance freischalten.

Sein volles Potenzial soll G-Assist in komplexeren Spielen entfalten, wo komplizierte Missionen oder Fähigkeitsverteilungen bisher eine hohe Einstiegshürde darstellen können. Da Entwickler die Daten für G-Assist selbst zur Verfügung stellen sollen, ist Cheating in Multiplayer-Spielen laut Nvidia kein Problem. Wenn die Funktion nicht gewünscht ist, kann sie entweder weggelassen oder für einen Teil des Spiels deaktiviert werden.

Einen Zeitraum zur Veröffentlichung der Funktion hat Nvidia noch nicht genannt. Interessierte Entwickler können sich aber bereits bei Nvidia registrieren, um im nächsten Schritt an der Weiterentwicklung teilhaben zu können. Erste Spiele mit G-Assist dürften daher frühestens im Jahr 2025 erscheinen.


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