Project Fi: Telekom wegen Mobilfunkbündnis mit Google kritisiert

Die Telekom will wegen Google und Facebook in Europa aus der Regulierung entlassen werden. Zugleich stärke der Netzbetreiber für viel Geld den US-Konzern mit seinem Bündnis für das Project Fi, kritisiert der VATM. Bei Project Fi bietet Google mobiles Internet und Telefonie im Telekom-Netz an.

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Google Project Fi will im Netz der Telekom den Mobilfunk revolutionieren.
Google Project Fi will im Netz der Telekom den Mobilfunk revolutionieren. (Bild: Google)

Der Präsident des Telekom-Wettbewerberverbands VATM, Martin Witt, hat die Deutsche Telekom wegen ihres Bündnisses mit Google in den USA kritisiert. Project Fi ist Googles Mobilfunkangebot für die USA, das auf rund eine Million Hotspots sowie die LTE- und 3G-Netze der US-Mobilfunkbetreiber T-Mobile und Sprint basiert. Doch in Europa begründeten gerade die Netzbetreiber eine weitere Lockerung der Regulierung mit dem Druck durch US-Konzerne wie Google, sagte der United-Internet-Manager Witt.

"T-Mobile USA ermöglicht hier Google, bei Google Fi per WLAN und Roaming flächendenkend Internet, aber auch Sprache anzubieten, und lässt sich sehenden Auges aus dem Markt vom Endkunden abschneiden. Natürlich für viel Geld", meinte Witt. Aber zugleich fordere die Telekom von der Politik Schutz vor Google. Dieses Spiel müsse die EU-Kommission endlich durchschauen.

Unabdingbare Voraussetzung für weitere Investitionen bleibe der Zugang zur letzten Meile. Ausschreibungs- und Förderverfahren müssten über die Breitbandziele bis zum Jahr 2018 hinaus vor allem die Errichtung von Gigabit-Netzen unterstützen. Ein qualitativ leistungsfähigerer Netzausbau solle in Ausschreibungen entsprechend besser bewertet und, wo erforderlich, auch höher gefördert werden.

"Auch Haushalte im Hauptverteiler (HVt)-Nahbereich können heute schon vergleichsweise günstig mit Glasfaser erschlossen werden. Hier sollte einem qualitativ höherwertigen Ausbau der Vorzug gegeben werden. Ein flächendeckender FTTC-Ausbau bis zum Kabelverzweiger ist hier völlig unzureichend und verzögert an zentraler Stelle die erforderliche Migration, dies noch verstärkt durch die Forderung der Telekom Deutschland nach einem neuen Ausbaumonopol", so der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten).

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