Project Everest: Xilinx bringt ersten FPGA mit 7-nm-Technik

Der FPGA-Entwickler Xilinx arbeitet an einer neuen Kombination aus Logik-Chips und schnellem Speicher. Die Plattform ist vor allem für Rechenzentren gedacht, der Fokus des 7-nm-Produkts liegt auf 5G-Systemen und Deep Learning.

Artikel veröffentlicht am ,
Project Everest
Project Everest (Bild: Xilinx)

Xilinx hat die ACAP, die Adaptive Compute Acceleration Platform, angekündigt. Dahinter verbirgt sich eine Kombination aus programmierbaren Schaltungen, unter anderem einem neuen FPGA (Field Programmable Gate Array), diversen CPU-Kernen, Echtzeitprozessoren und zusätzlich HBM2-Stapelspeicher. Das erste Design wurde als Project Everest entwickelt, es steht im 7-nm-Node bei der TSMC und umfasst bis zu 50 Milliarden Transistoren.

Stellenmarkt
  1. Produktmanager (gn) für digitales Gebäudeschadenmanagement
    Property Expert GmbH, Langenfeld (Rheinland)
  2. Senior Associate Project Manager m/w/d
    NTT Germany AG & Co. KG, Bad Homburg
Detailsuche

Project Everest ist genau genommen ein Multi-Chip-Modul (MCM), denn für die Adaptive Compute Acceleration Platform setzt Xilinx unterschiedliche Chips auf einen Träger. Das erklärt auch die hohe Anzahl an Transistoren für die ACAP. Die interne Verbindung übernimmt dabei das Cache Coherent Interconnect for Accelerators, also das CCIX-Fabric. Als I/O kann so neben HBM2 auch beispielsweise DDR4-Speicher angebunden werden. Das MCM umfasst etwa einen Application Processor und einen Realtime Processor, was auf ARM-Kerne hinauslaufen dürfte. Hinzu kommt Xilinx' eigene FPGA-Logik sowie auf Wunsch noch Serdes-Verbindungen oder Radio Frontends.

  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
  • Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)
Adaptive Compute Acceleration Platform (Bild: Xilinx)

Gedacht ist die Adaptive Compute Acceleration Platform für Datenzentren, wie Xilinx sie als schneller und effizienter ansieht als CPUs oder GPUs oder sogar ASIC, also anwendungsspezifische Chips. Project Everest soll für 5G-Systeme und Deep Learning eingesetzt werden, beispielsweise um Sensoren von IoT-Geräten auszuwerten, Fotos oder Videos aus sozialen Netzwerken zu analysieren, für das Encoding von Livestreams, für Finanzmodelle oder für Spracherkennung. Die ACAP wird per C/C++, OpenCL oder Python angesprochen und kann mit FPGA-Tools neu programmiert und so an Workloads angepasst werden.

Xilinx erwartet das Tape-out des Project Everest im laufenden Jahr, ab 2019 sollen Partner erste Muster der Adaptive Compute Acceleration Platform erhalten. Xilinx ist der größte Fab-lose Hersteller von FPGAs, vor Altera (das seit 2015 ein Teil von Intel ist) sowie Actel (das 2010 von Microsemi übernommen wurde) und Lattice.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe
Neben Star Trek leider fast vergessen

Der Name Gene Roddenberry steht vor allem für Star Trek. Nach dem Ende der klassischen Serie hat er aber noch andere Science-Fiction-Stoffe entwickelt.
Von Peter Osteried

Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe: Neben Star Trek leider fast vergessen
Artikel
  1. Carsten Spohr: Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke
    Carsten Spohr
    Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke

    Unbekannte haben einen QR-Code auf einem Boardingpass von Lufthansa-Chef Carsten Spohr ausgelesen und auf persönliche Daten zugreifen können.

  2. Illegales Streaming: House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht
    Illegales Streaming
    House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht

    Das Game-of-Thrones-Prequel hat mehr Zuschauer als die neue Herr-der-Ringe-Serie - zumindest via Bittorrent.

  3. Showcar: Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren
    Showcar
    Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren

    Renault hat sich zum 50. Geburtstag des Renault 5 den R5 Turbo 3E einfallen lassen. Das Showcar mit zwei E-Motoren ist wie gemacht zum Driften.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Bis -53% auf Gaming-Zubehör und bis -45% auf PC-Audio • Crucial 16-GB-Kit DDR5-4800 69,99€ • Crucial P2 1 TB 67,90€ • MindStar (u. a. Intel Core i5-12600 239€ und Fastro 2-TB-SSD 128€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ • Apple iPhone 12 64 GB 659€ [Werbung]
    •  /