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Project Debater: KI von IBM gewinnt Debatte gegen einen Menschen

Politiker und Anwälte aufgepasst: Der Computer könnte bald überzeugender sein. IBM hat ein KI-System entwickelt, das eine Debatte führen kann. Ein erster Test Mensch gegen Maschine verlief 1:1 unentschieden.

Artikel veröffentlicht am ,
Dan Zafrir gegen Project Debater: Die Argumente des Computers zu Telemedizin waren überzeugender.
Dan Zafrir gegen Project Debater: Die Argumente des Computers zu Telemedizin waren überzeugender. (Bild: IBM)

Einen Standpunkt darlegen, ihn gegen die Argumenten eines Gegners verteidigen und am Ende von einer Jury zum Sieger der Debatte gekürt werden - das schien bisher menschlicher Intelligenz vorbehalten. Das ändert IBMs Project Debater: Das System ist ebenfalls in der Lage, zu argumentieren und einen Standpunkt zu vertreten, wie es bei der Vorstellung gezeigt hat. In einer Debatte gegen zwei Menschen schaffte es beim ersten Versuch ein Unentschieden.

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Project Debater ist ein System mit künstlicher Intelligenz (KI), das das IBM-Forscherteam in Haifa in Israel in den vergangen sechs Jahren darauf trainiert hat, in Debatten zu bestehen. Es hat dem System die dafür wichtigen Fähigkeiten beigebracht. Dazu gehören datengesteuertes Schreiben einer Rede, die Verarbeitung natürlicher Sprache, die Erfassung der Argumente in gesprochener Rede und schließlich das Formulieren eigener Argumente.

Eine Debatte biete eine gute Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu trainieren, sagt IBM: Die KI müsse "durch unseres chaotische, unstrukturierte menschliche Welt navigieren". Das sei etwas anderes als der Umgang mit einem definierten Regelwerk eines Brettspiels.

Bei der Vorstellung ließ IBM Project Debater gegen zwei erfolgreiche israelische Debattierer antreten. Ähnlich wie der Jeopardy-spielende Watson wurde Project Debater mit einem Konvolut von Fakten gefüttert. Die Themen der Debatte - die staatliche Finanzierung von Raumfahrt und der Einsatz von Telemedizin - bekam das System jedoch erst kurz zuvor mitgeteilt.

Die Debatten bestanden aus einer vierminütigen Einführung. Danach setzten sich beide Seiten jeweils vier Minuten mit den Argumenten der Gegenseite auseinander. Am Ende lieferte jeder Teilnehmer eine zweiminütige Zusammenfassung.

In beiden Debatten lieferte Project Debater nach Ansicht des Publikums zwar mehr Fakten, war aber in der Präsentation dem Menschen unterlegen. In der Debatte um die Frage, ob die staatliche Finanzierung der Raumforschung wünschenswerte sei, erklärte das Publikum Noa Ovadia zur Siegerin über den Computer. Doch in der Frage, ob mehr Telemedizin eingesetzt werden sollte, fand es Argumente des Computers überzeugender als die seines menschlichen Kontrahenten Dan Zafrir.

Project Debater könnte laut IBM Menschen dabei helfen, überzeugende Argumente zu entwickeln und gut informierte Entscheidungen zu treffen.



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DWolf 21. Jun 2018 / Themenstart

Das stimmt allerdings. Evtl. hab ich da einfach zuvil Scifi und vorallem das SCP-Wiki...

Evron 21. Jun 2018 / Themenstart

Klingt alles gestellt

MrTridac 20. Jun 2018 / Themenstart

Keine Frage, die spezifische Leistung des Systems, isoliert betrachtet, ist...

fritze_007 20. Jun 2018 / Themenstart

Jetzt noch Scarlett Johansson's Stimme, und in ein Paar Jahren stimmen die Zuschauer nur...

SJ 20. Jun 2018 / Themenstart

Die Schweiz hat auch 1:1 gegen Brasilien gewonnen :)

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