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Project Darwin: Dröge Dystopie

Mit Project Darwin wollte Iron-Sky-Regisseur Timo Vourensola eine große Dystopie schaffen. Dystopisch ist es aber vor allem für das Publikum.
/ Peter Osteried
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Project Darwin ist der neue Sci-Fi-Film von Timo Vuorensola. (Bild: Splendid)
Project Darwin ist der neue Sci-Fi-Film von Timo Vuorensola. Bild: Splendid
Inhalt
  1. Project Darwin: Dröge Dystopie
  2. Das kleine Budget ist nicht das Problem

Mit seinen beiden Iron-Sky(öffnet im neuen Fenster) -Filmen hat Autor und Regisseur Timo Vuorensola gezeigt, dass er ein Gespür für Geschichten hat, die aus den üblichen Konventionen ausbrechen. Der eine zeigte Nazis auf dem Mond, der andere Hitler auf einem Dinosaurier. Und Project Darwin? Hat einen Harry-Potter-Schurken als Helden, der zu einer Art Iron Man wird. Man kann nicht sagen, dass Vuorensola mit dem Film, der am 28. November auf DVD und Blu-ray erscheint, Neuland betreten würde.

Der Film beginnt damit, dass Bomben fliegen. Keiner weiß, wer damit begonnen hat oder wieso, aber es ist nun mal, wie es ist – und das gar nicht so schlecht, wie der Sprecher aus dem Off erklärt. Zumindest für all jene, die in den großen Städten nicht gestorben sind.

Die anderen haben nach diesem Krieg die Welt neu aufgebaut und nach der Verstrahlung pränatale Veränderungen durchgeführt. Der Großteil der Bevölkerung besteht darum aus den Genetics, die besser hören, sehen oder laufen können oder anderweitig privilegiert sind.

Der kleinere Teil der Bevölkerung lässt sich nicht genetisch verbessern. Sie werden zynisch die Specials genannt. Oder auch: Freaks.

Einer davon ist Leon, der im Rollstuhl sitzt und sich mit dem Teenagermädchen Mira, für das er nach dem Tod seiner Eltern sorgt, durchschlägt. Die Geschichte nimmt eine Wendung, als sie herausfinden, dass eine Killerbande namens Anti-Genetics eigentlich aus Genetics besteht, die ihre Morde offenkundig den Specials in die Schuhe schieben wollen. Dagegen wollen sie vorgehen, ein selbst gebauter Kampfanzug kommt da gerade recht.

Schwaches Worldbuilding

Die Zukunft von Project Darwin mutet an wie aus dem Baukasten größerer und besserer Filme. Vuorensola lässt Esprit vermissen, er wiederholt nur, was er andernorts gesehen hat.

Ein bisschen Gattaca hier, ein bisschen Endzeit dort, eine Prise Iron Man und fertig ist das Sci-Fi-Gebräu, das nicht so recht schmecken will.


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