Abo
  • IT-Karriere:

Project Cars 2 im Test: Profi-Rennspiel mit aggressiver KI

Während Forza Motorsport 7 mit größtmöglicher Zugänglichkeit punktet, setzt das fast gleichzeitig veröffentlichte Project Cars 2 auf harten Realismus. Es sind Profis gefragt, die Rennspiele schon prinzipiell mit Lenkrad spielen und gerne stundenlang ihre Fahrzeuge feinjustieren.

Ein Test von veröffentlicht am
Artwork von Project Cars 2
Artwork von Project Cars 2 (Bild: Bandai Namco)

Gelegenheitsraser sollten um den zweiten Teil von Project Cars einen Bogen fahren. Das Rennspiel der Slightly Mad Studios wartet zwar mit mehreren einstellbaren Fahrhilfen auf, besonders einfach ist es aber auch auf den niedrigsten Stufen nicht. Das liegt einerseits daran, dass die Entwickler die unterschiedlichen Fahrzeuge vom Supersportwagen bis zum Rallycross-Vehikel akribisch genau in das Spiel integriert haben. Jeder Bolide - ob von Ferrari, BMW, Lamborghini oder Ford - verlangt ein anderes Handling.

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. BWI GmbH, Meckenheim

Vor allem aber ist Feingefühl bei der Steuerung gefragt. Anfänger werden ansonsten schon bei der ersten Kurve im Kiesbett landen und ein ausbrechendes Heck nicht unter Kontrolle bekommen. Hinzu kommt, dass die Bedienung per Pad nicht die einfachere, sondern die subjektiv empfunden kompliziertere Variante ist. Wer kein Lenkrad besitzt, wird einige Zeit in den Steuerungsoptionen verbringen, um die Rennen halbwegs spielbar zu gestalten.

Profis wird aber genau dieser Fokus auf das Wesentliche begeistern! Die Einstellungsmöglichkeiten sind zahllos, die fahrerischen Herausforderungen in der Karriere und den einzelnen Modi immens. Über 170 Fahrzeuge wurden in Project Cars 2 integriert, hinzu kommen ganz unterschiedliche Rennarten und Wettbewerbe, die für kontinuierlich neue Motivation sorgen.

Auch weil die Entwickler noch mehr Varianten als im ersten Teil bieten, was die Untergründe und das dynamische Wettermodell angeht. Ob auf Asphalt oder Kies, bei strömendem Regen oder glattem Eis: Innerhalb kürzester Zeit kann sich ein Wettbewerb komplett verändern und den Spieler vor ganz neue Schwierigkeiten stellen.

So komplex das Geschehen auf der Piste ist, so schmucklos wirkt es abseits der Kurse. Nüchterne und kurze Zwischensequenzen, hässliche Menüs, kaum Atmosphäre - ein bisschen mehr schöne Inszenierung hätte sicher nicht geschadet. Auch die Technik ist nur unwesentlich besser als im Vorgänger. Immer wieder stören matschige Texturen, plötzlich aufpoppende Objekte oder Kantenflimmern das Bild.

Project Cars 2 hat leider noch mit ein paar weiteren technischen Problemen zu kämpfen, die die Motivation drücken. Das beginnt bei Ungereimtheiten bei den Qualifikationszeiten und reicht bis zur KI, die immer wieder nicht nachvollziehbare Kapriolen schlägt und teils so aggressiv fährt, dass Unfälle unvermeidbar sind. Auch der Online-Multiplayermodus hatte im Test immer wieder mit Problemen wie Rucklern zu kämpfen.

Project Cars 2 ist für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One erhältlich und kostet etwa 65 Euro. Das Spiel ist von der USK ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Fazit

Ein hoher Realismusgrad, unzählige Einstellungsoptionen, dynamisches Wetter sowie viele Wettbewerbe und Fahrzeuge: Simulationsfans mit viel Rennspielerfahrung bekommen in Project Cars 2 Einiges geboten. Trotzdem gibt es auch Kritik an der Fortsetzung: Wer eine stimmige und ansehnliche Präsentation will, ist hier falsch, einige Bugs und die magere KI trüben ebenfalls die Stimmung.

Für den Großteil der PC- und Xbox-Rennspieler bleibt Forza 7 so die bessere, weil schönere, umfangreichere und zugänglichere Wahl. PS4-Besitzer bekommen in Kürze ein neues Gran Turismo geboten. So platziert sich Project Cars 2 in einer überschaubaren Nische, in der es aber sicherlich trotzdem einige begeisterte Anhänger finden wird.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (-63%) 16,99€
  4. 69,99€ (Release am 25. Oktober)

Bambuslooter 11. Okt 2017

Du willst nicht ernsthaft Gran Turismo und Forza als Sim darstellen? Beide sind höchstens...

Ovaron 10. Okt 2017

Danke fürs Feedback. Du hast mir die Information gegeben dass es sich lohnt die...

DeathMD 09. Okt 2017

Ich glaube ich habe noch nie jemanden mit Maus ein Rennspiel spielen sehen und wusste...

divStar 07. Okt 2017

Ich habe in NFS Underground die Drift-Herausforderungen geliebt. Am Ende konnte ich ich...

war10ck 06. Okt 2017

Ich habe Project Cars 2 mit einem Pimax 4K angespielt. Leider sind die Schatten in dem...


Folgen Sie uns
       


LG G8x Thinq - Hands on

Das G8x Thinq von LG kann mit einer speziellen Hülle verwendet werden, die dem Smartphone einen zweiten Bildschirm hinzufügt. Golem.de hat sich das Gespann in einem ersten Kurztest angeschaut.

LG G8x Thinq - Hands on Video aufrufen
Funkstandards: Womit funkt das smarte Heim?
Funkstandards
Womit funkt das smarte Heim?

Ob Wohnung oder Haus: Smart soll es bitte sein. Und wenn das nicht von Anfang an klappt, soll die Nachrüstung zum Smart Home so wenig aufwendig wie möglich sein. Dafür kommen vor allem Funklösungen infrage, wir stellen die gebräuchlichsten vor.
Von Jan Rähm

  1. Local Home SDK Google bietet SDK für Smarthomesteuerung im lokalen Netzwerk
  2. GE Smarte Lampe mit 11- bis 13-stufigem Resetverfahren
  3. IoT Smart Homes ohne Internet, geht das? Ja!

IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /