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Project Atomic: Red Hat erarbeitet Host-System für Docker-Container

Dank des Project Atomic sollen sich Docker-Container einfacher einsetzen lassen. Dafür treibt Red Hat das Open-Source-Projekt auf Basis seiner unterstützten Systeme voran.
/ Sebastian Grüner
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Project Atomic (Bild: Project Atomic)
Project Atomic Bild: Project Atomic

Mit dem Community-Projekt Atomic(öffnet im neuen Fenster) möchte Red Hat " Technologien entwickeln, um leichtgewichtige Hosts für Linux-Container zu erstellen ", wie es in der Ankündigung des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) heißt. Vorgestellt hat Red Hat das Project Atomic auf seiner diesjährigen Hausmesse und gibt an, mit dem Red Hat Enterprise Linux Atomic Host ein auf dem Projekt basierendes Angebot parallel zur Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7 zur Verfügung stellen zu wollen.

Ein sogenannter Atomic Host ist ein aus CentOS-, Fedora- oder auch RHEL-Komponenten zusammengestelltes Betriebssystem, um Docker-Container zu hosten. Atomic Hosts sollen sich dabei "atomar" aktualisieren lassen, es soll also jedes Bestandteil einzeln aktualisiert werden können. Möglich macht das die Fedora Atomic Initiative(öffnet im neuen Fenster) mit dem aus Gnome hervorgegangenem OSTree.(öffnet im neuen Fenster)

Darüber hinaus verwendet Atomic den Dienst Systemd, um die Container zu starten oder deren Ereignisse zu protokollieren. Die Installation und Verknüpfung von Docker-Containern über mehrere Hosts hinweg übernimmt das Tool geard,(öffnet im neuen Fenster) das neben dem offensichtlichen Docker aber auch Systemd zwingend voraussetzt.

Um Atomic Hosts zu testen(öffnet im neuen Fenster) bietet das Projekt derzeit Virtualbox-Images für die Verwendung mit Windows oder Mac OS X sowie Abbilder für die Linux-Virtualisierung Qemu an. Abbilder zur Installation der Hosts auf eigener Hardware sollen folgen.

Der Code des Projekts steht bei Github(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Interessierten wird außerdem eine sehr ausführliche Online-Dokumentation zur Inbetriebnahme eines Hosts und der weiteren Verwendung angeboten. Docker wird erst seit etwas mehr als einem Jahr von der gleichnamigen Firma entwickelt und erlaubt es, Anwendungen in voneinander isolierten Containern zu betreiben. Es verwendet unter anderem Linux Containers (LXC). Red Hat möchte künftig noch enger(öffnet im neuen Fenster) mit Docker zusammenarbeiten.


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