Project Atlas: EA überführt Frostbite in cloudbasierte Plattform

Rund tausend Entwickler arbeiten bei Electronic Arts daran, die Frostbite-Engine (Battlefield, Fifa) in eine cloudbasierte Plattform namens Project Atlas zu überführen. Nach Andeutungen des Firmenchefs geht es auch darum, für die nächsten Konsolen bereit zu sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork aus Battlefield 5
Artwork aus Battlefield 5 (Bild: Electronic Arts)

In einem längeren Artikel in einem Blog hat Ken Moss, der Technikchef von Electronic Arts, erstmals ausführlich - aber gleichzeitig auch im wahrsten Sinne des Wortes etwas "wolkig" - ein Project Atlas vorgestellt. Dabei gehe es darum, die "Frostbite-Engine und Spielservices von EA sowie künstliche Intelligenz nahtlos zusammenzuführen", schreibt Moss. "So entsteht eine neue Entwicklungsplattform, die für eine cloudfähige Welt optimiert ist."

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Landkreis Göppingen, Göppingen bei Stuttgart
  2. Senior Systems Engineer (w/m/d) System Integration & Test
    MBDA Deutschland GmbH, Schrobenhausen
Detailsuche

Derzeit arbeiten laut Moss rund tausend interne Entwickler an Project Atlus, dazu kommen externe Studios. Die Entwicklungsplattform soll so unterschiedliche Funktionen wie Matchmaking, Rendering, das Verhalten von computergesteuerten Figuren, die Verwaltung von Mods aus Spielerkreisen und mehr erlauben. Zumindest zum Teil soll sie dabei von modernen KI-Algorithmen unterstützt werden.

Ein Ziel ist laut Moss, dass Spieler die von Project Atlas erstellten Welten auf jeder Plattform betreten können - der Technikchef spricht dabei zwar vor allem von Streaming, aber auch von kleinen Clients. Das wesentliche andere Ziel sei es, die Entwickler zu unterstützen. So sei es denkbar, dass die Plattform in der Lage sei, mit Hilfe von Big Data riesige Bergwelten zu generieren, die so glaubwürdig und abwechslungsreich sind wie von Hand erstellte Umgebungen.

Nur kurz nach der Veröffentlichung des Beitrags Ende Oktober 2018 hat Andrew Wilson, der Konzernchef von Electronic Arts, im Gespräch mit Analysten einige der Themen von Moss aufgegriffen. Wilson hat ein paar Andeutungen darüber gemacht, dass Streaming bei der nächsten Konsolengeneration eine größere Rolle spielen werde und dass EA sich darauf vorbereite - womit er vermutlich auch Project Atlas meint. In der Branche arbeiten mehrere Firmen an Streaming, Microsoft etwa will Anfang 2019 sein Project Xcloud öffentlich testen, das auch bei der nächsten Xbox eine Rolle spielen dürfte.

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.02.2023, virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    23./24.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Welche sichtbaren und spürbaren Folgen Project Atlas für Spieler haben wird, ist derzeit schwer abzusehen. Vorstellbar ist, dass nach und nach immer mehr Teile aus Titeln wie Fifa, Battlefield oder dem für Februar 2019 geplanten Anthem auch auf dem Smartphone zur Verfügung stehen.

EA kann sich den Aufwand für den großangelegten Umbau seiner Entwicklungsumgebung derzeit wohl leisten: Das Unternehmen hat zumindest im letzten Geschäftsquartal gut verdient. Der Umsatz in den Monaten Juli bis September 2018 stieg auf 1,29 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 959 Millionen US-Dollar). Als Nettoeinkommen blieben 255 Millionen US-Dollar in der Kasse - im Vorjahr fiel noch ein Verlust von 22 Millionen US-Dollar an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


biohharz3 01. Nov 2018

Von Internet Anbindung ist das ja auch schon kein Problem mehr. Also wenn man...

Hoerli 31. Okt 2018

Bingo! Das ist mein Lieblingsspiel! Ich frag mich nur was man sagt, wenn man gewinnt...

trude 31. Okt 2018

Die "Tricks" sind, dass die Spiele vom Gameplay angepasst werden. Titel werden dann z.B...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Paramount+ im Test
Paramounts peinliche Premiere

Ein kleiner Katalog an Filmen und Serien, gepaart mit vielen technischen Einschränkungen. So wird Paramount+ Disney+, Netflix und Prime Video nicht gefährlich.
Ein Test von Ingo Pakalski

Paramount+ im Test: Paramounts peinliche Premiere
Artikel
  1. Sicherheit: FBI ist zutiefst besorgt über Apples neue Verschlüsselung
    Sicherheit
    FBI ist "zutiefst besorgt" über Apples neue Verschlüsselung

    Das FBI könnte mit Apples Advanced Data Protection seinen wichtigsten Zugang zu iPhones verlieren. Doch dafür muss die Funktion von Nutzern aktiviert werden.

  2. Smartphones: Huawei schliesst große Patentverträge mit Oppo und Samsung
    Smartphones
    Huawei schliesst große Patentverträge mit Oppo und Samsung

    Huawei hat sich mit den großen Smartphoneherstellern Oppo und Samsung geeinigt, Patente zu tauschen und dafür zu zahlen.

  3. Intellectual Property: Wie aus der CPU ein System-on-Chip wird
    Intellectual Property
    Wie aus der CPU ein System-on-Chip wird

    Moderne Chips bestehen längst nicht mehr nur aus der CPU, sondern aus Hunderten Komponenten. Daher ist es nahezu unmöglich, einen Prozessor selbst zu entwickeln. Wir erklären wieso!
    Eine Analyse von Martin Böckmann

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore -37% • Asus RTX 4080 1.399€ • PS5 bestellbar • Gaming-Laptops & Desktop-PCs -29% • MindStar: Sapphire RX 6900 XT 799€ statt 1.192€, Apple iPad (2022) 256 GB 599€ statt 729€ • Samsung SSDs -28% • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% [Werbung]
    •  /