Project Ara: Kein modulares Smartphone in diesem Jahr

Erst ist der Testmarkt abgesagt worden, dann der Termin: Google wird dieses Jahr doch kein Project-Ara-Smartphone auf den Markt bringen. Die ersten modularen Smartphones erscheinen erst 2016 - in welcher Region, ist wieder offen.

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Das modulare Smartphone Project Ara
Das modulare Smartphone Project Ara (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Erneut muss Google die Markteinführung von Project Ara nach hinten verschieben: Ursprünglich sollten Kunden das modulare Smartphone bereits seit einem halben Jahr kaufen können. Bevor es dazu kam, wurde die Markteinführung auf das zweite Halbjahr 2015 verschoben. Google selbst wollte den Zeitraum nicht näher eingrenzen, es erschien aber unwahrscheinlich, dass die Markteinführung vor dem vierten Quartal 2015 erfolgen würde.

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Aber auch daraus wird nichts, der mögliche Zeitraum für den Verkaufsstart hat sich nochmal erheblich verlängert. Google selbst spricht aktuell nur von einem Verkaufsstart irgendwann im kommenden Jahr, ohne dies näher zu bestimmen. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass erste Project-Ara-Smartphones nicht in Puerto Rico verkauft werden. Eigentlich war Puerto Rico als Testmarkt auserkoren worden. Laut Google hat die Suche nach einem Testmarkt von neuem begonnen. Es wird nach einer Region innerhalb der USA gesucht, mehr ist derzeit nicht bekannt.

Als Grund für die erneute Verschiebung der Markteinführung nennt Google die Komplexität des Unterfangens. Offenbar hat Google unterschätzt, wie hoch der Aufwand ist, eine solche neue Gerätekategorie auf den Markt zu bringen. Ähnliche Erfahrungen machte Google bereits mit der Datenbrille Google Glass.

Erster funktionierender Prototyp

Kürzlich hatte Google auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Google I/O erstmals einen voll funktionsfähigen Prototypen von Project Ara vorgestellt. Zuvor präsentierte Project-Ara-Smartphones waren funktionslos gewesen und zeigten nur den Grundaufbau des Gerätes: Das modulare Smartphone besteht aus einem sogenannten Endoskelett, also der Basiseinheit. In dieses können Module gesteckt werden, mit denen der Funktionsumfang des Smartphones bestimmt wird.

  • Das Endoskelett von Project Ara mit Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Endoskelett von Project Ara mit Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ideen für Project-Ara-Module (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Project-Ara-Smartphone mit eingeschobenen Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Project-Ara-Smartphone mit eingeschobenen Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Endoskelett von Project Ara mit Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Endoskelett von Project Ara mit Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Project-Ara-Smartphone mit eingeschobenen Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Kamera-Modul für Project Ara (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ideenskizzen rund um Project Ara (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Front-Kamera-Modul im Ara-Endoskelett (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Endoskelett von Project Ara mit zwei kleinen Modulen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Project-Ara-Smartphone mit einem E-Paper-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ideenskizzen, Module und Endoskelett zu Project Ara (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Endoskelett von Project Ara mit Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Das Endoskelett wird es zunächst nur von Google geben, während die Module von beliebigen Herstellern stammen können. Googles Ziel ist, dass die meisten Module von Drittanbietern stammen werden - das soll wie bei Smartphone-Apps funktionieren. Drittanbieter bieten Module an, die der Kunde kauft, und mit denen er sein Smartphone verändern kann.

Zum Marktstart will Google einen speziellen Onlinestore eröffnen, der von Google betrieben wird und dem Vertrieb und Verkauf von Ara-Modulen dient. Damit soll sichergestellt werden, dass alle darüber angebotenen Module einwandfrei mit einem Ara-Endoskelett funktionieren.

Zudem sollen für Anbieter Verkauf und Abrechnung vereinfacht werden. Die Preise für die Module bestimmen die Hersteller selbst - wie es auch in Googles Play Store bei Apps der Fall ist. Bislang ist nicht bekannt, zu welchen Preisen die Module erscheinen sollen.

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