Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Project Ara: Googles seltsamer Humor

Seit einigen Tagen versorgt Google die Öffentlichkeit bezüglich Project Ara mit kleinen Infohappen. Dabei offenbart sich eine seltsame Art von Humor. So soll das modulare Smartphone beim zuletzt vermeldeten Falltest gar nicht auseinandergefallen sein.
/ Ingo Pakalski
45 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Google treibt Scherze mit Project-Ara-Informationen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Google treibt Scherze mit Project-Ara-Informationen. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Liegt Google nicht mehr viel an Project Ara? Der aktuelle Vorfall lässt das vermuten. Am Donnerstag hatte Google über das Project-Ara-Twitter-Konto verlauten lassen, dass das in Entwicklung befindliche modulare Smartphone künftig keine elektromagnetische Halterung für die Module besitzen werde. Als Grund wird angegeben, dass das Project-Ara-Smartphone beim Falltest versagt habe.

Google lässt sich viel Zeit

Google lässt einen ganzen Tag verstreichen und überrascht dann mit einem Dementi(öffnet im neuen Fenster): Die Twitter-Feeds des Vortages seien ein Scherz gewesen, heißt es. Das modulare Smartphone habe beim Falltest gar nicht versagt. Wahr sei aber, dass ein neues Verfahren entwickelt werde, mit dem die Module festgehalten würden. Weitere Details teilte Google nicht mit.

Project Ara – Hands on mit dem modularen Smartphone
Project Ara – Hands on mit dem modularen Smartphone (01:05)

Es ist denkbar, dass es gar keinen Falltest gegeben hat. Denn Google selbst sagt nicht, dass das modulare Smartphone einen Falltest bestanden habe, sondern nur, dass es sich bei den gemachten Angaben um einen Scherz gehandelt habe.

Akkulaufzeit soll verbessert werden

Laut Twitter-Feed wird daran gearbeitet, die Akkulaufzeit des Project-Ara-Smartphones zu verbessern. Auch von einer verbesserten Kamera ist die Rede – und das klingt sonderbar. Denn ein modulares Smartphone wird keine fest installierte Kamera haben, da der Kunde die Möglichkeit erhalten soll, einzelne Funktionen mit Hilfe von Modulen auszutauschen. Wenn dem Nutzer die Kamera nicht ausreicht, kann ein besseres Kameramodul eingesteckt werden.

Project Ara – Google zeigt funktionierenden Prototyp
Project Ara – Google zeigt funktionierenden Prototyp (02:23)

Im aktuellen Twitter-Feed versprechen die Project-Ara-Macher, dass sie an ihrem Humor arbeiten würden. Es ist unklar, ob das als Entschuldigung für die misslungene Art der Kommunikation zu verstehen ist. In jedem Fall hat sich Google damit keinen Gefallen getan: Die Glaubwürdigkeit des Project-Ara-Twitter-Kontos hat damit erheblich gelitten. Unwillkürlich stellt sich bei jedem künftigen neuen Tweet die Frage, ob die Angaben stimmen oder es sich wieder um einen Scherz handelt.

Da es dafür bisher von Google kein Dementi gibt, dürfte es wohl stimmen, dass das modulare Smartphone 2015 nicht mehr auf den Markt kommt. Erst irgendwann im nächsten Jahr soll es ein erstes Project-Ara-Smartphone geben. In welcher Region es dann verkauft werde, steht laut Google noch nicht fest.


Relevante Themen