Project Ara: Googles modulares Smartphone könnte leitende Tinte verwenden

Das Unternehmen 3D Systems erforscht zusammen mit der Carnegie-Mellon-Universität die Verwendung von leitender Tinte bei der Produktion der Einzelteile von Googles modularem Smartphone. Das momentan noch als Project Ara bezeichnete Gerät soll aus Einzelteilen bestehen, die vom Nutzer beliebig getauscht werden können. Auf diese Weise kann das Smartphone je nach Nutzeranforderungen ausgestattet werden. Beispielsweise kann ein größerer Akku anstelle eines Kameramoduls eingebaut werden, falls der Nutzer eine lange Akkulaufzeit benötigt. Die Module werden in ein Exoskelett gesteckt, wo sie von kleinen Magneten in Position gehalten werden.
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Die einzelnen Module für Project Ara sollen von 3D Systems im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Das Unternehmen hat in seinem firmeneigenen Blog(öffnet im neuen Fenster) jetzt nähere Details zum Fertigungsprozess verraten. Mit leitender Tinte könnten Bauteile wie die Antenne einfach mitgedruckt werden, ohne dass das Teil außerhalb des Druckprozesses händisch eingebaut werden muss.
Drucken auf der Rennstrecke
Der Druckprozess soll zudem so optimiert werden, dass der Druckkopf in einer kontinuierlichen Bewegung die Module druckt. Bisher bewegen sich bei den meisten 3D-Druckern der Kopf und die Plattform, auf der der Druck entsteht, mit wechselnden Geschwindigkeiten. Dies führt laut 3D Systems insgesamt zu einer Verlängerung der Druckzeit. Das Unternehmen plane stattdessen eine Art "Rennstrecke", auf der sich die Modulhüllen kontinuierlich bewegen und gedruckt werden. Nur für Fertigungsprozesse, die nicht vom 3D-Drucker erledigt werden können, soll diese Strecke verlassen werden.
Project Ara(öffnet im neuen Fenster) wurde im Herbst 2013 von der damaligen Google-Tochter Motorola erstmals vorgestellt . Im April 2014 fand die erste Entwicklerkonferenz des Projektes statt. Die Zusammenarbeit mit 3D Systems wurde im November 2013 beschlossen.