Abo
  • IT-Karriere:

Programmiersprache: Vorschau auf Ruby 2.6 bringt JIT-Compiler

Die Programmiersprache Ruby bekommt mit der kommenden Version 2.6 einen experimentellen JIT-Compiler. Dieser funktioniert etwas anders als üblich und soll vor allem die Leistung der Sprache steigern.

Artikel veröffentlicht am ,
Der neue JIT-Compiler für Ruby befindet sich noch im Rohzustand.
Der neue JIT-Compiler für Ruby befindet sich noch im Rohzustand. (Bild: Sajjad Qayyum/AFP Contributor/Kontributor)

Das Entwicklerteam der Programmiersprache Ruby hat eine erste Vorschau auf die kommende Version 2.6 seines Projekts veröffentlicht. Diese Vorschau erscheine früher als sonst in der Entwicklung üblich, da die Version eine "wichtige neue Funktion" enthalte, nämlich einen Just-in-Time-Compiler (JIT), wie es in der Ankündigung heißt.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg
  2. RSG Group GmbH, Berlin

Bisher nutzt Ruby in der Standardimplementierung einen Bytecode-Interpreter namens Yarv (Yet another Ruby VM). Durch die Einführung des JIT-Compilers verspricht sich das Team im Vergleich dazu jedoch eine deutliche Leistungssteigerung für Ruby-Anwendungen. Wie das Team in der Ankündigung selbst schreibt, arbeitet der neue JIT-Compiler nicht wie gewöhnliche Implementierungen anderer Sprachen, sondern auf eine eher einzigartige Weise, denn der JIT-Compiler setzt auf übliche C-Compiler auf.

Wie der Ruby-Entwickler Shannon Skipper bereits zur Vorstellung der neuen Technik Mitte Februar in einem Blogeintrag geschrieben hat, werden die Yarv-Instruktionen nicht wie bisher üblich jedes Mal neu evaluiert, stattdessen werden bestimmte Aufrufe in Maschinencode übersetzt. Dazu werden die Yarv-Instruktionen in C-Code überführt, der dann wiederum mit einem C-Compiler übersetzt wird. Die so entstandene dynamische Bibliothek (Shared Object, .so) wird dann bei nachfolgenden Aufrufen von der RubyVM genutzt, sobald die entsprechende Yarv-Instruktion im Programmablauf wieder auftaucht.

Experimentelle Technik mit Vorlaufzeit zum Testen

Das Team schreibt zu der Vorschau: "Der Hauptzweck dieser JIT-Version besteht darin, vor der Veröffentlichung von 2.6 Nutzern die Möglichkeit zu geben, zu überprüfen, ob die Technik für ihre Plattform funktioniert, und um mögliche Sicherheitsrisiken zu ermitteln. Derzeit wird der JIT-Compiler nur unterstützt, wenn Ruby von GCC oder Clang erstellt wird und der Compiler zur Laufzeit verfügbar ist". Ohne kann die Technik vorerst nicht verwendet werden.

Bisher habe das Team lediglich die Infrastruktur für den JIT-Compiler vorbereitet und noch kaum Optimierungen vorgenommen. Deshalb seien zurzeit auch noch keine vernünftigen Benchmarks durchführbar, schon gar nicht für große Rails-Anwendungen. Micro-Benchmarks zeigten aber schon jetzt das Potenzial der neuen Technik.

Als Nächstes will das Team die Inline-Ersetzung von Methoden in dem JIT-Compiler umsetzen, was die Leistung nochmal steigern soll. Darüber hinaus plant das Team, die Plattformunterstützung zu erweitern, wozu auch Microsofts Visual Studio C-Compiler unterstützt werden soll.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 11,00€
  2. 3,99€
  3. (-78%) 11,00€
  4. 2,80€

TheUnichi 04. Jun 2018

Warum nicht gleich seinen Web-Stack in NASM coden? Hat doch dann auch erst richtige...

cHaOs667 04. Jun 2018

Ja gibt es und wird auch intensiv genutzt.


Folgen Sie uns
       


Acer Predator Helios 700 - Hands on (Ifa 2019)

Was für ein skurriles Gerät: Golem.de schaut sich das Gaming-Notebook Predator Triton 700 von Acer an und probiert die Schiebetastatur aus.

Acer Predator Helios 700 - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

IAA 2019: PS-Wahn statt Visionen
IAA 2019
PS-Wahn statt Visionen

IAA 2019 Alle Autobosse bekennen sich auf der IAA zur Nachhaltigkeit, doch auf den Ständen findet man weiterhin viele große, spritfressende Modelle. Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist das Konzept der Automesse noch zeitgemäß?
Eine Analyse von Dirk Kunde


    Programmiersprache: Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken
    Programmiersprache
    Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken

    Die Sprache Java steht im Ruf, eher umständlich zu sein. Die Entwickler versuchen aber, viel daran zu ändern. Mit der nun verfügbaren Version Java 13 gibt es etwa Textblöcke, mit denen sich endlich angenehm und ohne unnötige Umstände mehrzeilige Strings definieren lassen.
    Von Nicolai Parlog

    1. Java Offenes Enterprise-Java Jakarta EE 8 erschienen
    2. Microsoft SQL-Server 2019 bringt kostenlosen Java-Support
    3. Paketmanagement Java-Dependencies über unsichere HTTP-Downloads

      •  /