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Programmiersprache: Torvalds will Rust im Linux-Kernel abwarten

Die Rust-Integration in den Linux-Kernel hat begonnen. Chef-Entwickler Linus Torvalds unterstützt das Projekt eher verhalten.
/ Sebastian Grüner
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Der Linux-Kernel könnte künftig Rust benutzen. Noch warten dies wichtige Entscheider aber ab. (Bild: Pixabay)
Der Linux-Kernel könnte künftig Rust benutzen. Noch warten dies wichtige Entscheider aber ab. Bild: Pixabay

Die sichere Programmiersprache Rust ist vor einigen Tagen erstmals in einen wichtigen Entwicklungszweig des Linux-Kernel integriert worden. Der Chef-Entwickler und Projekt-Gründer Linus Torvalds will diese Arbeiten, die möglicherweise die Sicherheit des Linux-Kernel erhöhen könnten, "abwarten und beobachten" , wie das Magazin ZDNet berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Weiter heißt es: "Ich interessiere mich für das Projekt, aber ich denke, es wird von Leuten angetrieben, die sehr begeistert von Rust sind, und ich möchte sehen, wie es dann tatsächlich in der Praxis funktioniert" .

Pläne und Ideen, die Sprache Rust in den Kernel zu integrieren, gibt es schon länger. Dabei konzentrieren sich die Beteiligten zunächst auf einige technische Details, die sich zum Teil auch vergleichsweise einfach umsetzen lassen. In einer früheren Diskussion dazu äußerte sich Torvalds bereits vorsichtig positiv zu der Aufnahme von Rust-Code in den Linux-Kernel. Das gilt als gutes Zeichen, da Torvalds letztlich der Aufnahme im Hauptzweig zustimmen muss. Die Äußerungen von Torvalds bestätigen nun zumindest eine verhaltene Unterstützung für die Rust-Integration.

Zwar drängt der Chef-Entwickler laut dem Bericht von ZDNet nicht auf die Rust-Integration, ist aber offen dafür, die von Rust versprochenen Vorteile zu überdenken. Das gelte wohl insbesondere für das Versprechen, dass mit Rust bestimmte Klassen von Sicherheitslücken vermieden werden könnten. "Aber ich weiß auch, dass Versprechen manchmal nicht erfüllt werden" , sagte Torvalds.

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Auch der Entwickler Greg Kroah-Hartman, der die stabilen Kernel-Versionen pflegt und nach Torvalds als Nummer 2 der Rangfolge der Kernel-Entwickler gilt, beobachtet die Rust-Integration wohlwollend, unterstützt diese aber ebenfalls nicht aktiv. Kroah-Hartman sagte: "Das wird eine Menge sorgfältiger Arbeit der Entwickler erfordern, die dies alles zusammenbringen wollen, und ich wünsche ihnen viel Glück" . Wann und ob der Rust-Code produktiv in einer stabilen Linux-Kernel-Version genutzt wird, ist derzeit nicht abzusehen.


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