Programmiersprache: Swift ist gekommen, um zu bleiben

Objective-C ade! Apples neue Programmiersprache Swift ist auf dem besten Weg, sich durchzusetzen. Dass Apple selbst die Sprache noch sehr zurückhaltend einsetzt, ist dabei kein schlechtes Zeichen.

Artikel von Jan Brinkmann veröffentlicht am
Swift soll Objective-C ablösen.
Swift soll Objective-C ablösen. (Bild: David Bates)

Apples neue Sprache Swift vereint erfolgreiche Konzepte unterschiedlicher Programmiersprachen und soll Objective-C ablösen. Mittlerweile wird die Sprache als Open-Source-Projekt weiterentwickelt und kann außer auf Apple-Plattformen auch unter Linux verwendet werden. Es lohnt sich sowohl für Ein- als auch für Umsteiger, genauer hinzusehen. Denn Swift ist gekommen, um zu bleiben.

Was ist Swift?

Apple sieht in Swift einen Nachfolger für die Programmiersprache Objective-C, die bisher überwiegend für Apples Betriebssysteme iOS und OS X verwendet wurde. Apples Chefentwickler Chris Lattner hat bereits vor der Veröffentlichung 2014 mehrere Jahre an Swift gearbeitet. Lattner war zuvor mit dem LLVM- Compiler erfolgreich, den er zusammen mit Vikram Adve als Studienprojekt entwickelt hatte. Die Weiterentwicklung baute Apple aus und stellte Lattner als Projektleiter ein. Mittlerweile ist der LLVM der Standardcompiler in Xcode.

Das Besondere an Swift ist die Kombination erfolgreicher Ideen und Konzepte aus anderen Sprachen wie Objective-C, Rust, Haskell, Ruby, Python, C#, CLU und D. Die Syntax ist deutlich übersichtlicher als beim Vorgänger Objective-C. Im Vergleich mit Objective-C sind die automatische Erkennung von Datentypen und die Playgrounds ein Alleinstellungsmerkmal von Swift.

Die Zustimmung in der Community ist deutlich zu erkennen: Seit der Veröffentlichung übernimmt Swift immer mehr Marktanteile - besonders von Objective-C. Laut dem vor kurzem aktualisierten TIOBE-Index, der die Beliebtheit von Programmiersprachen anhand verschiedener Kriterien ermittelt, ist Objective-C von Platz 4 auf 14 gefallen, Swift von Platz 27 auf 16 gestiegen (Stand Februar 2016).

Swift ist quelloffen

Swifts Öffnung als Open Source steigert ihr Potenzial, sich langfristig durchzusetzen. Die Sprache ist mittlerweile ein vollwertiges Open-Source-Projekt und steht unter der Apache-Lizenz. Damit sind anfängliche Bedenken aus der Welt, Apple könnte wie andere große Konzerne nur mit dem Attribut "Open Source" werben wollen, tatsächlich aber nur halbherzig den Code zur Verfügung stellen, wenn das Produkt schon einige Wochen auf dem Markt ist.

Bei Swift ist das anders: Die Zukunft wird transparent diskutiert und protokolliert. Die weitere Entwicklung findet öffentlich statt. Auch wenn am Ende natürlich Chris Lattner und somit auch Apple das letzte Wort haben, besteht für jeden eine echte Chance, sich in die Gestaltung einzubringen, Vorschläge zur Diskussion zu stellen und Veränderungen anzuregen.

Das eröffnet viele Möglichkeiten: Zum Beispiel ist Linux im Embedded-Bereich stark vertreten. Die Portierung auf den Bastelrechner Raspberry Pi ist bereits gelungen. In dem Bereich kann Swift eine echte Alternative zu C werden. Durch die Öffnung gibt es außerdem die Aussicht auf eine Umsetzung für Windows. Sollten die drei großen Desktop-Plattformen abgedeckt werden, ist Swift auch für den Unterricht interessant. Jeder Student wäre frei in der Wahl seiner Desktop-Umgebung. Das ist derzeit ein Argument für Java.

Auch kurzfristig ist Swift bereits eine Alternative zu Objective-C, unter anderem, weil Projekte Swift und Objective-C gemeinsam verwenden können.

Aber was genau macht Swift so besonders, gerade im Vergleich zu Objective-C?

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Objective-C und Swift im Vergleich 
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GLSS2012 26. Jun 2016

kennt jemand noch ein gutes Foren außer www.swift-support.de ?

HansiHinterseher 21. Mär 2016

Late Binding hat jede Sprache die Polymorphie unterstützt. Du meinst sicherlich das...

Analysator 21. Mär 2016

Ich habe an der Uni Java und Objective C (und zum Glück Haskell) gelernt. Ich mag alle...

TheUnichi 08. Mär 2016

Es geht nicht da rum, "optionale" Features bereitzustellen. Apple ist klar, wenn es...



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