Programmiersprache: Rust-Team will Kernbibliotheken verbessern
Die Sprache Rust hat eine relativ kleine Standardbibliothek. Die Community will sich deshalb nun aktiv um eine Vielzahl häufig genutzter externer Bibliotheken kümmern und diese als Sprachkern zur Produktionsreife führen.
Die noch recht junge Programmiersprache Rust hat aus Prinzip eine vergleichsweise kleine Standardbibliothek. Dadurch soll vor allem die Entwicklung der Sprache selbst beschleunigt werden können. Allerdings finden sich so auch häufig genutzte Funktionen nicht in der Standardbibliothek. Diese werden stattdessen durch die Community in dem Paketsystem Crate gepflegt. Das bringt einige Nachteile mit sich, die die Rust-Community nun durch eine Art Kurations-Initiative beheben möchte.
Diese Arbeiten sind Teil größerer Anstrengungen innerhalb der Community, die zum Ziel haben, die Sprache einfacher benutzbar zu machen. Für das System an Bibliotheken plant das Team nun, dafür zu sorgen, dass ausgewählte Crates, die für übliche Aufgaben wichtig sind, "gut auffindbar, in sich abgeschlossen, funktionsreich und gut dokumentiert" sind.
Zur Umsetzung will das Rust-Team jene Kriterien anlegen, die die Community auch für die Standardbibliothek sowie die Sprache selbst nutzt, was vor allem Qualität, API-Gestaltung und Konsistenz umfasse. Erreicht werden soll das im Austausch mit den Autoren der Bibliotheken selbst und mit Hilfe der Community. So könne ein Kern an Sprach-Bibliotheken bereitgestellt werden. Diese sollen dann dem Status einer Version 1.0 entsprechen, also Stabilitätsgarantien mitbringen.
Als Teil der Initiative will sich das Team explizit keine größeren Frameworks vornehmen, sondern nur kleinere abgeschlossene Bibliotheken. Als Beispiel nennt die Ankündigung Crates zum Umgang mit der Byte-Reihenfolge (byteorder), zum Erstellen eines temporären Ordners (tempdir) oder auch zur Verwendung des Kompressionsverfahrens Deflate und entsprechender Formate wie Gzip (flate2-rs).
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