Programmiersprache: Rust erreicht "Hunderte Millionen" Endnutzer

Die Programmiersprache Rust hat als Hobbyprojekt eines Mozilla-Angestellten begonnen. Die Hersteller von Firefox haben das Potenzial der Sprache erkannt und fördern die Arbeiten daran unter anderem für die neue Browser-Engine Servo. Zwei Jahre nach der ersten stabilen Veröffentlichung bilanziert die Community(öffnet im neuen Fenster) , die die Sprache pflegt, einen großen Erfolg.
Denn die Sprache ist längst kein kleines Hobbyprojekt mehr, sondern wird vielfach produktiv eingesetzt. So nutzt Dropbox Rust-Code in seinem Windows-Client, und das auf "Hunderten Millionen von Geräten" . Darüber hinaus nutzt auch der Firefox-Browser inzwischen Rust für einige wenige Bestandteile. Mit dem Projekt Quantum soll in diesem Jahr weiterer Rust-Code aus dem Servo-Projekt in den Firefox-Browser eingepflegt werden.
Ebenso sind einige Teile von Librsvg, der Standardbibliothek zum Rendern von SVG-Dateien unter Linux, mittlerweile in Rust verfasst. Dies wird mittelfristig dazu führen, dass wohl sämtliche Linux-Distributionen Rust nutzen werden. Zudem plane die Gnome-Community, die auch Librsvg pflegt, sich noch stärker für den Einsatz und die Verwendung von Rust in eigener Software zu engagieren.
Das Rust-Team freut sich außerdem über eine wachsende Anzahl von Beiträgen und über die Entwickler-Community der Sprache selbst, die kontinuierlich größer wird. Damit aber auch andere Entwickler die Sprache künftig nutzen, bekräftigt das Team erneut, diese zugänglicher machen zu wollen . Dazu gehören auch Arbeiten an Kernbibliotheken der Sprache sowie Verbesserungen am Compiler oder der Ausbau des Rust Language Servers , der eine grundlegende Funktionsweise für Entwicklungsumgebungen bereitstellen soll.