Programmiersprache: Ruby 3.0 erscheint mit Leistungsgewinnen
Das Entwicklungsteam der Programmiersprache Ruby hat Version 3.0(öffnet im neuen Fenster) ihres Projekts veröffentlicht. In der dazugehörigen Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) werden die großen Leistungsverbesserungen gepriesen, die das Team in den vergangenen Jahren umgesetzt hat. Die Ergebnisse werden etwa mit Ruby 2.0 verglichen. Den von Ruby-Gründer Yukihiro Matsumoto ausgegebenen Plan, die Sprache um das Dreifache zu beschleunigen, haben die Beteiligten mit der nun verfügbaren Version 3.0 erreicht.
Das gelang vor allem durch die Einführung eines JIT-Compilers, der erstmals mit Ruby 2.6 erschienen ist. Der Ansatz des JIT-Compilers MJIT in Ruby ist eher ungewöhnlich. So wird der Ruby-Code von dem JIT-Compiler nicht direkt in Maschinencode übersetzt, sondern zunächst in C-Code, der dann wiederum von dem nativen Compiler des Systems übersetzt wird. Mit Ruby 3.0 hat das Team die Größe des JIT-Codes eigenen Angaben zufolge zwar deutlich verringert, für stark optimierende Programme wie Rails sei der JIT-Compiler aber noch nicht einsatzbereit.
Zu Ruby hinzugekommen ist mit Version 3.0 außerdem RBS – eine eigene Sprache zur Beschreibung der Struktur von Ruby-Programmen. Damit lassen sich Klassen, Module, Methoden, Variablen und deren Typen definieren. "Das Ziel von RBS ist die Unterstützung häufig vorkommender Muster in Ruby-Programmen und RBS ermöglicht das Schreiben erweiterter Typen, einschließlich Union-Typen, Methodenüberladung und Generics" , heißt es in der Ankündigung.
Zur Nutzung von RBS steht für Ruby ein gleichnamiges Gem-Paket bereit, was das Parsen und die Verarbeitung der Typen-Informationen unterstützt. In Ruby genutzt werden kann nun außerdem eine Typenanalyse mit Hilfe des Werkzeugs Typeprof. Damit soll sich Ruby-Code, in dem die Typen nicht annotiert sind, analysiert werden können, um dann automatisch Typen-Signaturen im RBS-Format erstellen zu können.
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