Programmiersprache: Linus Torvalds kann sich Rust im Linux-Kernel vorstellen

Die Pläne zum Rust-Support im Linux-Kernel werden konkreter. Linux-Gründer Torvalds sagt, wie das aus seiner Sicht klappen könnte.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Die Kernel-Community will Rust in Linux unterstützen.
Die Kernel-Community will Rust in Linux unterstützen. (Bild: amanderson2/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Idee, die Programmiersprache Rust in den Kernel zu bringen, wird seit einiger Zeit diskutiert. Diese Idee wird nun erneut aufgegriffen und von Linux-Gründer und Chef-Entwickler Linus Torvalds vorsichtig mit Ratschlägen unterstützt. Dass Torvalds das Projekt nicht direkt abmoderiert, sondern sich mit Ideen an einer möglichen Umsetzung dessen beteiligt, ist ein gutes Zeichen für eine Unterstützung Torvalds für Rust im Kernel.

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Angeregt hat die aktuelle Diskussion der Google-Entwickler Nick Desaulniers auf der Kernel-Mailing-Liste, der daran arbeitet, den Linux-Kernel mit LLVM zu kompilieren. Auch Rust nutzt standardmäßig einen Compiler auf Basis von LLVM. Im Rahmen der kommenden LLVM Micro Conference soll es auf Vorschlag von Desaulniers eine Diskussion zu der In-Tree-Unterstützung für Rust geben. Er wolle diskutieren, wie dies aussehen könnte und ob es überhaupt Sinn ergebe, Rust-Support in den Kernel einzubauen. Der Entwickler fragte also in die Runde, wer Interesse an so einer Session hätte. Daraufhin zeigten einige Teile der Community Interesse, nach einer kurzen Diskussion meldete sich schließlich auch Linus Torvalds zu Wort.

Dank der persönlichen Diskussion könnte der Support für die Programmiersprache wieder weiter vorankommen. Rust soll C dabei nicht ablösen, sondern könnte zunächst zum Beispiel bei besonders sicherheitskritischen Modulen zum Einsatz kommen. Die Programmiersprache bringt unter anderem ein Speichermanagement und Garantien gegen sogenannte Race-Conditions mit.

Noch Integrationsfragen zu klären

Dabei sind aber, auch das zeigte die Diskussion, noch einige Fragen zu klären. Eine davon warf Adrian Bunk auf, der nach der Stabilität von Rust selbst fragte, das regelmäßig aktualisiert werde. Torvalds sieht hier die Gefahr von Compiler-Bugs, diese würden allerdings äußerst selten auftreten, seien dafür aber extrem schwer zu finden.

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Grundsätzlich scheint der Kernelchef keine Einwände gegen Rust im Kernel zu haben, ihn bewegt aber die Frage, wie dieser aussehen könnte. Torvalds schlug vor, eine automatische Konfigurationsoption, Is Rust available, einzuführen, analog zu den bereits vorhandenen Compiler-Flag-Checks. Er wolle die Kernel-Entwickler nicht in eine Situation bringen, wo der Rust-Support ohne Build-Tests stattfinde.

Vielmehr ziehe er es vor, einen Rust-Treiber in einem möglichst einfachen Format einzuführen, damit Fehler sofort auffallen. Er wolle verhindern, dass nur eine kleine Gruppe, die es betreffe, mit dem Rust-Code experimentiere und "schlechte und verrückte Dinge damit tun". Josh Triplett von Intel, der sich offenbar sehr für das Thema Rust im Kernel zu erwärmen scheint, stimmte dem zu und will auch gleich Tests im Kernel-CI-Projekt einführen.

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