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Programmiersprache: JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken

Douglas Crockford, der Erfinder des Datenformats JSON und Mitentwickler von Javascript, findet, dass die Sprache in Rente geschickt werden sollte.
/ Boris Mayer
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Ist Javascript reif für die Rente? (Bild: Christoph Scholz via flickr)
Ist Javascript reif für die Rente? Bild: Christoph Scholz via flickr / CC-BY-SA 2.0

Douglas Crockford hat viel dafür getan, Javascript besser zu machen. Er hat JSON als leichtgewichtige Alternative für den Datenaustausch zu XML entwickelt. Nun vertrat er in einem Interview mit Evrone(öffnet im neuen Fenster) die Meinung: "Das Beste, was wir heute mit Javascript machen können, ist, es in Rente zu schicken."

"Vor zwanzig Jahren war ich einer der wenigen Befürworter von Javascript" holte Crockford zu einer Erklärung aus. Es sei brillant gewesen, wie die die Sprache verschachtelte Funktionen und dynamische Objekte "zusammengebastelt" habe.

Ein Jahrzehnt habe er mit Versuchen verbracht, die Fehler in Javascript zu korrigieren, was ihm besonders im Zuge der Version ES5 (ESMAScript 2009, die erste große Revision von Javascript) gelungen sei.

Später wurde vor allem aufgebläht

"Aber seitdem besteht ein starkes Interesse daran, die Sprache weiter aufzublähen, anstatt sie zu verbessern" fuhr Crockford fort. "Daher ist Javascript, wie die anderen Dinosauriersprachen, zu einem Hindernis für den Fortschritt geworden. Wir sollten uns auf die nächste Sprache konzentrieren, die eher wie E als wie Javascript aussehen sollte."

Angesprochen auf die Frage, was denn eine Alternative für Client-seitige Manipulationen des Document Object Models (DOM) sein könne, sagte er allerdings, dass es diese Sprache noch nicht gebe. "Es muss eine minimale Fähigkeiten- und Actor-basierte Sprache sein, die speziell für die sichere verteilte Programmierung entwickelt wird." Weniger dürfe nicht akzeptiert werden.

Als Vorbild für eine solche Sprache nennt Crockford E; eine Sprache, die er als eine Mischung aus den besten Ideen von Joule mit Java – jedoch ohne "viele der schlechten Teile" – bezeichnet und deren Ziel es gewesen sei, die Entwicklung sicherer, verteilter Systeme zu unterstützen.

Außerdem müssten alle Browserhersteller mitmachen und "DOM mit einem gute designetem Interface ersetzen". Die Chancen dafür sieht er nicht als groß an: Mit "Viel Glück damit" schloss er das Thema ab.


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