Programmiersprache: Java startet in Sechs-Monats-Rhythmus mit JDK 10
Nach den teilweise enormen Verzögerungen für Java 8 und Java 9 folgt die nun verfügbare Version 10 der Sprache samt JDK pünktlich und wie geplant erstmals im neuen Rhythmus von sechs Monaten. Dieser Wechsel ist dann auch eine der vergleichsweise wenigen großen Neuerungen, die in der Ankündigung des JDK 10 explizit erwähnt werden.
Umgesetzt hat das Entwicklerteam für die aktuelle Veröffentlichung(öffnet im neuen Fenster) ebenso eine Konsolidierung der Quellcode-Repositorys des JDK. Bisher war der Code auf acht verschiedene Quellen verteilt: root, corba, hotspot, jaxp, jaxws, jdk, langtools, und nashorn. Dieser "JDK-Wald", wie es in der Ankündigung heißt, befindet sich nun in einem zentralen Repository. Explizit davon ausgenommen sind die Quellen von Java FX.
Experimenteller JIT-Compiler und Schnittstelle für Garbage Collector
Neu im JDK 10 ist ebenfalls ein experimenteller JIT-Compiler, der auf Java selbst basiert und den Codenamen Graal trägt. Dieser beruht auf dem Ahead-of-Time-Compiler aus Java 9. Hinzugekommen ist ebenso die Unterstützung für die Typeninferenz lokaler Variablen.
Für eine bessere Isolierung einzelner Garbage Collectors (GC) im Quellcode soll ein neues Garbage Collector Interface dienen. Das liefert nicht nur eine höhere Modularität für den GC der Hotspot-VM, sondern vereinfacht künftig auch das Hinzufügen neuer GC zu Hotspot ohne den bestehende Code durcheinander zu bringen. Darüber hinaus können dank der neuen Schnittstelle einzelne GC von dem JDK-Build ausgeschlossen werden.
Ein zumindest aus Sicht von Oracle wichtiger Schritt zur Reduzierung der Unterschiede zwischen OpenJDK und dem Oracle JDK ist die Offenlegung der Root-Zertifikate in Oracles Java SE Root CA Programm. Dieser Schritt soll außerdem dazu beitragen, dass die OpenJDK-Builds für Entwickler an Attraktivität gewinnen.
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