Programmiersprache: Googles Go 1 ist fertig

Was als Open-Source-Projekt von Google begann, hatte über die letzten Jahre rund 200 Helfer, die nicht von Google kamen. Dabei hat Go einen stabilen Status erreicht, so dass nun Go Version 1 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) wurde. Dazu wurde die Spezifikation und auch deren Implementierung in den vergangenen Monaten verbessert.
So soll Go 1 eine stabile Basis für weiteres Wachstum darstellen. Programme, die mit Go 1 geschrieben wurden, sollen über Jahre unterstützt werden, auch wenn Go derweil weiterentwickelt wird.
Google stellt Go 1 mit dessen Veröffentlichung auch in seiner Cloud-Plattform App Engine zur Verfügung. Zudem steht Go 1 in Form von Binarys für Linux, FreeBSD, Mac OS X und auch Windows zum Download bereit.
Go ist vor allem zur Systemprogrammierung gedacht. Es bringt Multi-Prozessor-Unterstützung und verfolgt einen neuen Ansatz in Sachen objektorientiertes Design, der auf Klassen explizit verzichtet. Dabei unterstützt Go Konzepte wie True Closures und Reflection.
Über die Formatierung ihres Codes müssen sich Go-Entwickler keine Gedanken machen, darum kümmert sich gofmt. Zudem benötigt Go weniger Semikolons als andere C-Ableger, denn Statements müssen nicht mit einem Semikolon abgeschlossen werden. Do- und While-Schleifen gibt es in Go nicht. Funktionen in Go können mehrere Werte zurückgeben, wobei die einzelnen Rückgabewerte mit Namen versehen werden können.
Kurze Programme lassen sich mit Go in Bruchteilen einer Sekunde übersetzen und auch große Projekte sollen sich in wenigen Sekunden kompilieren lassen. Der dabei entstehende Code soll dann ähnlich schnell laufen wie in C geschriebener.
Zu den Entwicklern von Go gehört Ken Thompson, der einst an der Entwicklung von Unix beteiligt war, die erste Shell schrieb und den C-Vorläufer B entwickelte. Zusammen mit Rob Pike, der ebenfalls zum Go-Team gehört, entwickelte Thompson zudem das Betriebssystem Plan 9.
Wer mit Go beginnen will, findet unter golang.org(öffnet im neuen Fenster) eine umfangreiche Dokumentation samt verschiedenen Tutorials.
Go selbst steht unter der BSD-Lizenz.



