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Programmiersprache: Google experimentiert mit C++-Nachfolger Carbon

Was Kotlin für Java ist, soll die Programmiersprache Carbon für C++ werden: eine Verbesserung, die das bestehende Ökosystem nutzen kann.
/ Sebastian Grüner
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Google erstellt mit Carbon eine neue Programmiersprache. (Bild: Guerin Charles/ABACA via Reuters Connect)
Google erstellt mit Carbon eine neue Programmiersprache. Bild: Guerin Charles/ABACA via Reuters Connect

Ein Entwicklungsteam von Google erstellt mit der Programmiersprache Carbon einen " experimentellen Nachfolger für C++(öffnet im neuen Fenster) " . So steht es in der nun frei verfügbaren Dokumentation der Sprache auf Github(öffnet im neuen Fenster) . Vorgestellt hat die Arbeiten der Google-Entwickler Chandler Carruth auf der Konferenz Cpp North in Toronto(öffnet im neuen Fenster) . Der Entwickler Conor Hoekstra veröffentlichte Aufnahmen der Vortragsfolien(öffnet im neuen Fenster) .

Die Entwicklung oder Integration neuer Programmiersprachen ist für Google nicht neu. So wurde die Sprache Go im Jahr 2009 mit dem Ziel angekündigt, eine moderne Sprache zur Systemprogrammierung zu sein. Darüber hinaus stellte Google 2011 die Sprache Dart als Javascript-Alternative vor. Für sein Android-System, das auf Java basiert, setzt Google inzwischen standardmäßig auf Kotlin .

Ähnliche Arbeiten an modernen Alternativen zu bestehenden Programmiersprachen gibt es bei Microsoft, wo Typescript vorangebracht wird, oder bei Apple mit Swift. Schon C++ selbst war als eine Art moderner und ursprünglich noch abwärtskompatibler Nachfolger für C gedacht. Als Ersatz für C++ wurde darüber hinaus in den vergangenen Jahren oft die Sprache Rust genannt.

Bei C++ und Rust fehlt jedoch die "bidirektionale Interoperabilität" , die Ziel von Carbon ist. Die Ziele dieser Interoperabilität(öffnet im neuen Fenster) legte das Team bereits dar. Als weitere Gründe für Carbon wird ausgeführt, dass das Design anderer Sprachen oft eine hohe Hürde sei, um von C++ weg zu migrieren.

Die neue Sprache soll zudem für C++-Entwickler leicht zu erlernen sein, eine ähnliche Leistung sowie "praktische Sicherheit" bieten. Für letzteres will sich das Team zunächst auf einfache Dinge konzentrieren, etwa nicht initialisierte Zustände und Bounds-Checks. Künftig könnte eine sichere Teilsprache von Carbon entstehen, und das Team will mit sicherer Semantik wie den Lifetime Annotations(öffnet im neuen Fenster) experimentieren.


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