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Programmiersprache: Go Cloud soll Cloud-Apps portabel machen

Mit Go Cloud bieten die Macher der Programmiersprache Go Bibliotheken und Werkzeuge an, um künftig portable Cloud-Anwendungen zu schreiben. Dazu abstrahieren generische APIs über die Schnittstellen der Cloud-Anbieter.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Die Taschenratte, englisch Gopher, ist das Maskottchen der Sprache Go.
Die Taschenratte, englisch Gopher, ist das Maskottchen der Sprache Go. (Bild: Ketzirah Lesser & Art Drauglis, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Programmiersprache Go stammt ursprünglich von Google, wird aber mittlerweile für viele unterschiedliche Cloud- und Webtechnologien eingesetzt, wie etwa Docker oder Kubernetes. Die nun vorgestellte Werkzeugsammlung Go Cloud soll es vereinfachen, portable Anwendungen zu programmieren, die mit nur minimalen Anpassungen in den verschiedenen Cloud-Umgebungen unterschiedlicher Anbieter laufen. Bisher sei es laut Ankündigung so, dass Anwendungsentwickler versuchen, anbieterspezifische APIs von der eigentlichen Anwendung zu trennen. Das gelinge aber aus Zeitgründen nicht immer, was dazu führe, dass viele Anwendungen eng mit dem ursprünglich genutzten Cloud-Provider verzahnt seien. Go Cloud soll das ändern.

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Dazu bietet die Werkzeugsammlung eine Reihe offener und generischer Cloud-APIs an, mit denen sich portable Cloud-Apps einfacher schreiben lassen sollen. Für Go Cloud habe man laut der Ankündigung verschiedene Dienste identifiziert, die Cloud-Anwendungen häufig verwenden und die erwähnten generischen APIs gebaut. Mit an Bord sind aktuell zudem ein Blob Storage, Zugang zu MySQL-Datenbanken, eine Option zur Laufzeit-Konfiguration sowie ein HTTP-Server mit Request Logging, Tracing und Gesundheitschecks.

Cloud-übergreifende Bibliotheken folgen

Zugleich soll Go Cloud den Grundstein für eine Reihe portabler Cloud-Bibliotheken legen, die dann auf die generischen APIs aufsetzen. So soll es künftig möglich sein, sich auf die Funktionen der eigentlichen Anwendung zu konzentrieren und diese anschließend dank der Bibliotheken in der Cloud der eigenen Wahl auszurollen.

Bislang funktioniert das Angebot lediglich für Googles Cloud Platform und Amazon Web Services (AWS), das soll sich nach dem Willen der Go-Entwickler aber schon bald ändern. Das Team arbeite dazu mit verschiedenen Partnern zusammen. Zugleich sollen die anbieterübergreifenden Cloud-Bibliotheken auch anderen Projekten und Programmiersprachen zugute kommen. Die Community selbst bestimme dabei über die Prioritäten beim Umsetzen der APIs für Go Cloud.

Beispiele für den Einsatz von Go Cloud mit einem AWS S3 Bucket, ein Tutorial sowie Informationen für angehende Entwickler liefert der Blogpost des Projektes. Der Code von Go Cloud findet sich bei Github und wird von Google betreut.



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