Programmiersprache: Go 1.12 unterstützt TLS 1.3
Die aktuelle Version 1.12 der Programmiersprache Go ist erschienen(öffnet im neuen Fenster). Die Veröffentlichung der von Google initiierten und im Cloud- und Containereinsatz beliebten Sprache unterstützt in der Kernbibliothek erstmals TLS 1.3. Die Unterstützung dafür ist als Opt-In umgesetzt und muss über die Godebug-Umgebungsvariable gesetzt werden sowie in der TLS-Konfiguration als höchstmögliche Version eingetragen werden. Der mit TLS 1.3 eingeführte 0-RTT-Mode zum Wiederaufnehmen einer Sitzung wird von Go 1.12 noch nicht unterstützt – weder als Client noch als Server. Das Team weist ebenso darauf hin, dass das Verhalten des Handshake von TLS 1.3 im Vergleich zu bisher leicht verändert ist und Entwickler darauf achten sollten.
Die meisten anderen Änderungen haben die Entwickler von Go 1.12 laut der Ankündigung in den Werkzeugen, der Laufzeitumgebung und den Bibliotheken umgesetzt. Das mit Version 1.0 gegebene Versprechen der langfristigen Kompatibilität soll aber natürlich auch in der aktuellen Version gelten, heißt es. An der Sprachspezifikation habe es außerdem keine Änderungen gegeben.
Bei den unterstützten Plattformen ist Windows auf ARM hinzugekommen. Damit sei der Go-Port auf dem Windows 10 IoT Core auf 32-Bit-ARM-Chips lauffähig. Go unterstützt nun außerdem die seit mehr als drei Jahren verfügbare Version 7.2 von IBMs AIX auf der Power8-Architektur. Verbesserungen proklamieren die Macher auch für die Unterstützung von MacOS und iOS. Vorsorglich weisen sie aber darauf hin, dass Go 1.12 die letzte Version sein wird, die Mac OS 10.10 alias Yosemite unterstützt.
Die im Halbjahresrhythmus erwartete Version 1.13 verlange dann MacOS 11 El Capitain oder neuer. Ähnliches gilt auch für FreeBSD 10.x. Auch hier endet mit Go 1.12 der Support und künftig ist FreeBSD 11.2 oder FreeBSD 12.0 die Mindestanforderung zur Verwendung der Sprache. Die offiziellen Release Notes(öffnet im neuen Fenster) listen weitere Änderungen im Detail.
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