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Programmierer und die AI-Angst:
Wer bin ich noch, wenn KI meinen Job macht?

Mit KI , die vermeintlich alles kann, verlieren viele ITler ein Stück ihrer Identität und geraten in eine Art mentale Lähmung. Wie sie sich lösen lässt, wussten schon die Stoiker.
/ Markus Kammermeier
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Es ist ratsam, sich nicht zu viel mit Dingen zu beschäftigen, die man nicht beeinflussen kann. (Bild: photosforyou/Pixabay)
Es ist ratsam, sich nicht zu viel mit Dingen zu beschäftigen, die man nicht beeinflussen kann. Bild: photosforyou/Pixabay

Im Januar 2026 analysierte Anthropics KI-Modell Claude knapp 6.000 C++-Quelldateien des Firefox-Browsers. Nach zwanzig Minuten identifizierte das System die erste Use-After-Free-Schwachstelle. Nach zwei Wochen lagen 112 detaillierte Bug Reports vor, inklusive Reproduktionsschritten, Proof-of-Concepts und Patch-Vorschlägen. 22 der Schwachstellen waren echte Sicherheitslücken mit zugewiesenen CVE-Nummern. 14 stufte Mozilla als hochgefährlich ein, darunter eine kritische Web-Assembly-Lücke mit dem Höchstwert 9,8 auf der CVSS-Skala.

Das entspricht fast einem Fünftel aller Firefox-Sicherheitsfixes des gesamten Vorjahres. In zwei Wochen. Durch ein einzelnes KI-System. Was hier passiert ist, ging weit über automatisierte Softwaretests hinaus: Die KI lieferte strukturierte Analysen auf einem Niveau, das bisher Monate manueller Security-Arbeit erforderte. Mozilla integrierte die Korrekturen in Firefox 148 und lobte die Qualität der Reports.

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