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Programmierer als Künstler:
Von der Freiheit, Neues in Code zu denken

Abgabetermine und Effizienzansprüche der Auftraggeber drängen viele dazu, Code nach Schema F abzuliefern. Dabei kann viel Gutes entstehen, wenn man Programmieren als Form von Kunst betrachtet.
/ Maja Hoock
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Kann Code Kunst sein? (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)
Kann Code Kunst sein? Bild: Pixabay / Montage: Golem.de

Code kann eine künstlerische Handschrift bekommen – vorausgesetzt die Verfasser verstehen ihr Handwerk so gut, dass es nicht mehr nur ums Funktionieren geht, sondern auch um die Ästhetik. "Wissenschaft ist das, was wir gut genug verstehen, um es einem Computer zu erklären" , sagte der US-amerikanische Informatikpionier Donald E. Knuth dazu einmal in einem Interview mit Jack Woehr. "Alles andere ist Kunst."

Knuth hat mit seiner vierbändigen Mammutausgabe The Art of Computer Programming (Die Kunst der Computerprogrammierung)(öffnet im neuen Fenster) schon 1968 die Debatte ins Rollen gebracht, ob Programmieren eine Form von Kunst ist. Der Programmierer Boris Cipot sagt dazu: "Jeder Code unterscheidet sich stilistisch vom anderen." Cipot ist Senior Engineer beim Sicherheits-Software-Anbieter Synopsys, programmiert neben seinem Job auch als Hobby und betrachtet Coden wie viele seiner Kollegen nicht nur als Job, sondern auch als seine Leidenschaft. Während seiner Tätigkeit hat er nicht nur viel Code geschrieben, sondern auch gesehen. "Man kann wirklich sagen, dass ein Entwickler immer seinen Fingerabdruck im Code hinterlässt" , sagt er im Gespräch mit Golem.de.

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