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Ein Foto aus dem Flickr-Stream des Berliner Startups Small Improvements
Ein Foto aus dem Flickr-Stream des Berliner Startups Small Improvements (Bild: small-improvements.com)

Teamplayer braucht die Branche

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Es gibt zwei Hauptgründe dafür, dass der akademische Grad für den Beweis der Kompetenz langsam an Bedeutung verliert, während früher die meisten Berufsprogrammierer Universitätsabschlüsse in Informatik, Mathematik oder ähnlichen Disziplinen vorzuweisen hatten. Zum einen ist es durch den Mangel an Bewerbern gerade für kleine und mittelständische Softwareunternehmen, die nicht wie die deutschen Marktführer Microsoft oder SAP über einen internationalen Ruf verfügen, nicht mehr möglich, ihren Bedarf ausschließlich durch Uniabsolventen zu decken - das zeigen 43.000 offene Stellen in der IT. Zum anderen sind gerade in der sich schnell verändernden Webprogrammierung praktische Fertigkeiten mehr vonnöten als Theorie - Universitäten können mit solch einer Aktualität im Lehrstoff nicht mehr mithalten. Per Fragemann leitet das Berliner Startup Small Improvements. In den Stellenanzeigen des kleinen Unternehmens steht ausdrücklich, dass keine Lebensläufe oder ausgefeilte Anschreiben gewünscht sind. "Es kommt nicht auf den Titel an. Wichtiger ist: Der Bewerber kann coden und er kann es auch zeigen." Ein Github-Repository, die Beteiligung an Open-Source-Projekten oder das Spiel, das jemand in der Freizeit programmiert hat, zählen weit mehr als die Bestnote in der Klausur über theoretische Informatik.

Darum verwundert es nicht, Stellenanzeigen mit der Überschrift "Programming, Motherfucker. Do you speak it?" zu lesen. Das ist zielgruppengerechte Ansprache auf der Suche nach einem Backend-Entwickler in Zeiten, in denen es nicht mehr auf universitäre Abschlüsse ankommt.

Auch Anouk Ruhaak hat nicht über ein einschlägiges Studium zum Programmieren gefunden. Die gebürtige Niederländerin war eigentlich in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu Hause, aber dann packte sie die Begeisterung für die Softwareentwicklung. Sie lernte, iOS-Apps zu entwickeln, nahm an Coding-Workshops teil. Mit nicht einmal einem Jahr Erfahrung begann sie, das Team von Frestyl zu verstärken. "Am Anfang ist es ziemlich einfach, denn erstmal lernst du die Sprache und das Framework kennen, aber dann brauchst du jemanden, der dir zeigt, wo du weitergehen musst", sagt sie. Der Austausch von Wissen ist auch für sie ein zentraler Aspekt des Softwareentwickelns. Offlineangebote haben es ihr ermöglicht, persönliche "Mentoren" zu finden und Fragen zu stellen, die sie in einem IRC-Channel voller spezialisierter Programmierprofis - aus Angst sich bloßzustellen - vielleicht nicht gestellt hätte.

Nur große Firmen können sich viele typische Nerds leisten

Damit ergibt sich neben gesteigerter menschlicher Interaktion ein weiterer Punkt auf der Suche nach dem Ursprung des neuen Programmierertypus: Der Einstieg, sei es ins private Hobby oder den Beruf, ist leichter geworden. Die Türen für Quer- und Späteinsteiger stehen weiter offen denn je.

Per Fragemann sieht aber noch einen anderen Punkt, der den Beruf und die Anforderungen an Programmierer verändert hat. In größeren Firmen mit hierarchischen Strukturen sei es möglich, dass es ein oder zwei typische Nerds ohne ausgeprägte Sozialkompetenzen gebe, solange sie ihren Job gut erledigten. Aber Startups können sich das nicht erlauben, denn sie bestehen laut dem Deutschen Startup Monitor 2013 nur aus durchschnittlich zwölf Mitarbeitern. "Im Berliner Büro von Small Improvements arbeiten zurzeit acht Menschen. Wenn einer davon krank wird, muss trotzdem weitergearbeitet werden können." Es braucht also vielmehr flexible Teamplayer als stark auf ihr Spezialgebiet fokussierte Nerds.

Dass das Team gut zusammenpasst, wird gerne gezeigt. Viele Startups, wie auch Frestyl und Small Improvements, betreiben eigene Blogs, auf die sie Interviews mit den Mitarbeitern, die tagesaktuelle Musikplaylist oder Bilder gemeinsamer Ausflüge und Partys stellen. Bisweilen kann bei so viel zur Schau gestelltem Spaß die Frage aufkommen, wann der Code für die angekündigten Apps überhaupt geschrieben werden soll.

 Programmieren ist sozialer gewordenBro + Programmer = Brogrammer 

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Neuro-Chef 14. Sep 2014

Diagnose: Zwangserkrankung.

Morpf 26. Mai 2014

vim, soviel Zeit muss sein. :P

chris m. 19. Mai 2014

nur aus neugier, hast du programmierer gefunden?

George99 17. Mai 2014

Der Artikel war tatsächlich Schrott, es war wohl einer dieser zugekauften Artikel, die...



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