Programmieren ist sozialer geworden

Programmieren ist heute nicht mehr den wenigen Technikfreaks vorbehalten, die bereits in den 80ern Internetzugang hatten und dem Normalsterblichen unverständliche Diskussionen in Usenet-Newsgroups führten. Angebote, die Programmieren zu einem gemeinschaftlichen Event machen, werden beständig mehr. Der vom Branchenverband Bitkom stetig beklagte Fachkräftemangel in der IT-Branche trägt sicher seinen Teil dazu bei, da viele Firmen wie die Deutsche Telekom und Google, die auf Programmierer angewiesen sind, selbst Hackathons und Coding Camps organisieren oder unterstützen. Das sind meist mehrtägige Veranstaltungen, die Coder und Designer zusammenbringen. Sie entwickeln dort in einem Programmiermarathon gemeinsam Ideen und setzen sie um. Es wird entworfen, programmiert, kommuniziert und Wissen ausgetauscht.

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"Veranstaltungen wie Hackathons sind sehr sozial und extrem anstrengend, man schreibt so viel Code und nebenbei muss man auch noch kommunizieren", sagt Amélie Anglade. Sie ist Entwicklerin beim Berliner Startup Frestyl und hilft bei der Organisation solcher Events. In ihrer Freizeit engagiert sie sich bei den Berlin Geekettes und in der OpenTechschool-Initiative. Dort hilft sie bei den ersten Schritten im Programmieren. Für viele seien Hackathons genau der richtige Einstieg, um Anfangsschwierigkeiten durch wechselseitige Motivation und Unterstützung zu meistern.

Programmierer sind nicht mehr einsam

Durch den so geförderten Gemeinschafts- und Eventcharakter verliert Programmieren das Image des Einsamen und erreicht auch diejenigen, die keine dreißig Programmiersprachen beherrschen und seit ihrer Kindheit Code geschrieben haben. "Das Vermitteln von Programmierkenntnissen ändert deine Wahrnehmung. Um etwas beizubringen, musst du es auch wirklich verstanden haben", sagt Johanna Brewer, eine Kollegin von Amélie. Sie ist noch eine derjenigen, die seit ihrem fünften Lebensjahr programmieren und die das Nerdsein von klein auf begleitet. Brewer ist in einer technikbegeisterten Familie aufgewachsen und wurde schon früh von dieser Begeisterung angesteckt. Sie begreift die interaktive Komponente des Programmierens als Chance für beide Seiten - für diejenigen, die C als ihre zweite Muttersprache wahrnehmen und diejenigen, die (noch) Quellcode-Analphabeten sind.

"Es gibt zwei Sorten von Leuten, die gut in all den Technikdingen sind: die einen mit dem starken akademischen Hintergrund, die wissen, wie die Algorithmen hinter allem wirklich funktionieren, die mit der Mathematik dahinter etwas anfangen können", erklärt sie, "und die anderen, die sich fürs Coden begeistern, die Probleme lösen und die Dinge einfach hinbekommen wollen." Sie selbst hat einen Doktortitel in Informatik, ist aber der Meinung, dass ein universitärer Abschluss keine Voraussetzung ist, um ein guter Programmierer zu sein.

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 Programmieren: "Programming, Motherfucker. Do you speak it?"Teamplayer braucht die Branche 
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