Abo
  • Services:

Wenn Coder sich vom Coden befreien - mit Code

Für einen Berufsprogrammierer kann das künstlerische Coden befreiend sein. Für die Kunst code er ganz anders als für die Arbeit, erzählt Van Arman: "Beim beruflichen Programmieren bin ich viel disziplinierter und versuche, alles nach festen Regeln und Abläufen zu gestalten - nicht, weil der Code dann besser wäre, sondern damit andere Entwickler ihn leichter verstehen und bearbeiten können. Wenn ich dagegen künstlerisch code, befreie ich mich und schreibe, was immer sich richtig anfühlt. Wichtig ist nur noch, wie gut der Code funktioniert. Es macht einen Riesenspaß, so zu programmieren."

Stellenmarkt
  1. AKDB, München
  2. ABB AG, Frankfurt am Main, Mannheim, Ratingen

Auch Tim Tavlintsev sagt, er habe sich mit dem Icosahedron vor "Jahren von der langweiligen Backend-Entwicklung" befreit.

"Ich habe als Perl-Entwickler bei einer riesigen russischen Internetfirma gearbeitet. In meiner Freizeit habe ich dann angefangen, mit LEDs zu experimentieren, openFrameworks gelernt und dann generative Software geschrieben, die LEDs kontrolliert", erklärt Tavlintsev. Herausgekommen ist das Gestell eines 20-seitigen Würfels, wie ihn vor allem Rollenspieler kennen.

  • Anna Carreras und Maria Solé Bravo haben das Kit de Libertad de Expresión oder Freedom of Speech Kit geschaffen und die Entwicklung dokumentiert. (Bild: Anna Carreras / Maria Solé Bravo
  • Der Crowdpainter von Pindar Van Arman und Trillane Burlar (Bild: Pindar Van Arman und Trillane Burlar)
  • Face Cloud von Robert Woodley und Adelheid Mers (Robert Woodley und Adelheid Mers)
  •  Icosahedron von Tim Tavlintsev (Bild: Tim Tavlintsev)
  • Infinite Sunset von Joseph Gray (Bild: Joseph Gray)
  • Infinite Sunset von Joseph Gray (Bild: Joseph Gray)
  • Infinite Sunset von Joseph Gray (Bild: Joseph Gray)
  • Mediated Perceptions von Terry Broad (Bild: Terry Broad)
  • Mediated Perceptions : Betrachter setzen ein Oculus Rift auf und sehen durch das Display die Wirklichkeit vor ihnen, gefilmt von Kameras. Über die Ansicht werden visuelle Filter gelegt. (Bild: Terry Broad)
  • Mediated Perceptions von Terry Broad (Bild: Terry Broad)
  • Mediated Perceptions (Bild: Terry Broad)
Icosahedron von Tim Tavlintsev (Bild: Tim Tavlintsev)

Das begehbare Ikosaeder ist mit 2.400 RGB-LEDs bestückt. Eine Art Lightshow reagiert auf Menschen und Geräusche. Das Objekt stand bereits, untermalt von elektronischer Musik, in einer Disco. Auch das macht für Tavlintsev den Reiz seiner Arbeit aus: "Ich kann etwas Physisches erschaffen, etwas, das man sehen und anfassen kann."

Grenzgänger zwischen professioneller und künstlerischer Arbeit sind auch die Macher der Face Cloud. Die Installation dreht Gesichtserkennung um: Sie scannt Gesichter ein und fügt sie einer Datenbank hinzu. Daraus werden dann immer wieder neue, künstliche Gesichter generiert.

Das Künstlerduo Robert Woodley und Adelheid Mers musste dabei Entwicklungsplattformen und visuelle Technologien erschließen, die es auch für ganz andere Aufgaben einsetzen kann. "Die visuelle Analysetechnik unseres Kunstwerkes konnten wir in einem wissenschaftlichen Projekt einsetzen, bei dem es um die Analyse amphibischer Gehirne ging."

Grenzgänger in beide Richtungen

Doch es gibt auch diejenigen, die den umgekehrten Weg gehen und über die Kunst ins Programmieren einsteigen. Terry Broad etwa ist kein professioneller Entwickler. Trotzdem fand der Künstler mit Mediated Perceptions Beachtung.

Betrachter setzen ein Oculus Rift auf und sehen durch das Display die Wirklichkeit vor ihnen, gefilmt von Kameras. Über die Ansicht werden visuelle Filter gelegt, die verdächtig nach Drogentrips aussehen. Programmieren lernte Terry innerhalb von zwei Jahren als Teil seines Vordiploms. "Es wird immer einfacher, zu experimentieren und sich mit dem Programmieren auszudrücken, statt nach rigiden Strukturen vorzugehen. Tools wie Processing und openFrameworks machen das möglich", stellt er fest.

Auch das könnte ein Nutzen der Google-Initiative sein - Hürden abzubauen. Wenn mehr Menschen selbst versuchen zu programmieren, dann ist das vielleicht der beste Beitrag, das öffentliche Bild dieser Beschäftigung zu korrigieren.

 Mit Code kreativ sein
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Blu-ray-Angebote

EvilSheep 25. Jul 2014

Definitiv, da ist jedes Stück Anfängersoftware in dem gezeigt wird wie man z.B. mit...

Isodome 24. Jul 2014

Nur weil etwas schwierig ist, ist es noch lange keine Wissenschaft! Ja, man kann im...

TrudleR 21. Jul 2014

Guckt euch mal z.B. das hier an: http://openprocessing.org/sketch/155099 Ich finde schon...

Anonymer Nutzer 21. Jul 2014

Einfach mal auf Prods gehen und nach 64k für Windows suchen. Dann nach Beliebtheit...

supersux 21. Jul 2014

kommt auf das Haus oder Auto an :-)


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 XL - Test

Das Pixel 3 XL ist eines von zwei neuen Smartphones von Google. Das Gerät soll dank Algorithmen besonders gute Fotos machen - in unserem Test kann Google dieses Versprechen aber nur bedingt halten.

Google Pixel 3 XL - Test Video aufrufen
Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

Haiku Beta 1 angesehen: BeOS in modernem Gewand
Haiku Beta 1 angesehen
BeOS in modernem Gewand

Seit nunmehr über 17 Jahren arbeitet ein kleines Entwickler-Team am quelloffenen Betriebssystem Haiku, das vollständig kompatibel sein soll mit dem um die Jahrtausendwende eingestellten BeOS. Seit einigen Wochen liegt endlich eine erste Betaversion vor, die BeOS ein wenig in die Moderne verhilft.
Von Tim Schürmann


    Dell Ultrasharp 49 im Test: Pervers und luxuriös
    Dell Ultrasharp 49 im Test
    Pervers und luxuriös

    Dell bringt mit dem Ultrasharp 49 zwei QHD-Monitore in einem, quasi einen Doppelmonitor. Es könnte sein, dass wir uns im Test ein kleines bisschen in ihn verliebt haben.
    Ein Test von Michael Wieczorek

    1. Magicscroll Mobiles Gerät hat rollbares Display zum Herausziehen
    2. CJG50 Samsungs 32-Zoll-Gaming-Monitor kostet 430 Euro
    3. Agon AG322QC4 Aggressiv aussehender 31,5-Zoll-Monitor kommt für 600 Euro

      •  /