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Prognosemärkte: Wenige Profis teilen Gewinne bei Polymarket unter sich auf

Die Mehrheit der Nutzer auf Polymarket verliert Geld. Eine Analyse zeigt, dass nur 0,05 Prozent der Teilnehmer hohe Profite erzielen.
/ Nils Matthiesen
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Profis dominieren Gewinne bei Polymarket. (Bild: Martin LELIEVRE / AFP via Getty Images)
Profis dominieren Gewinne bei Polymarket. Bild: Martin LELIEVRE / AFP via Getty Images

Auf der Prognoseplattform Polymarket erzielt nur eine sehr kleine Gruppe von Nutzern nennenswerte Gewinne. Laut einer Analyse der Finanzforscher Pat Akey, Vincent Grégoire, Nicolas Harvie und Charles Martineau streichen lediglich 0,05 Prozent der Teilnehmer den Großteil der Gesamterlöse ein. Seit dem Start im Jahr 2022 habe die Mehrheit der Anwender Verlust verzeichnet, berichtet die Washington Post(öffnet im neuen Fenster).

Professionelle Händler dominieren den Markt

Die Daten, die den Zeitraum von November 2022 bis zum 29. März 2026 abdecken, verdeutlichen eine starke Konzentration der Gewinne. Rund 1.200 Personen teilen mehr als die Hälfte der Profite unter sich auf. Dies entspricht einer Summe von 591 Millionen US-Dollar, was pro Person mehr als 100.000 US-Dollar bedeutet. Bei diesen Akteuren handelt es sich oft um professionelle Händler, die Tausende von Transaktionen durchführen.

Viele dieser Handelsvorgänge sind vermutlich automatisiert. Ein Beispiel zeigt einen Nutzer, der seit Januar durch über eine Million Trades zu den Oscars einen Gewinn von 3 Millionen US-Dollar erzielte(öffnet im neuen Fenster). Diese Hochfrequenzhändler agieren teilweise als Market Maker und stellen Liquidität bereit.

Ähnlichkeiten zum Online-Glücksspiel

Für Gelegenheitsnutzer ist die Wahrscheinlichkeit eines finanziellen Erfolgs dagegen gering. Die Verlustraten ähneln denen von Online-Sportwetten bei traditionellen Buchmachern. Während die Gewinnchancen in den Bereichen Wetter und Technologie laut der Analyse leicht höher ausfallen, liegen sie bei Sportwetten auf Polymarket niedriger.

Preise auf der Plattform entstehen durch Angebot und Nachfrage, wodurch sich Polymarket konzeptionell vom Glücksspiel unterscheidet. Nutzer kaufen Anteile an einem Ereignis, deren Wert auf einen US-Dollar steigt, wenn das Ereignis eintritt. Tritt es nicht ein, verfällt der Wert auf null. Da professionelle Akteure oft über spezifisches Expertenwissen oder tiefgehende Rechercheergebnisse verfügen, konkurrieren Privatnutzer direkt mit spezialisierten Profis. Polymarket selbst nahm zu der Analyse und dem Vergleich mit Glücksspielanbietern keine Stellung.


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