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Proglove-Handschuh angeschaut: Locker aus der Hand Barcodes scannen

In einigen Industriezweigen wird viel gescannt: Teile bei der Automobilfertigung oder Pakete bei einem Logistikunternehmen beispielsweise. Dieser Vorgang kann beschleunigt werden - mit dem Scanhandschuh von Proglove. Beim Test haben wir uns ein wenig wie Spiderman gefühlt.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Der Mark II von Proglove im Einsatz
Der Mark II von Proglove im Einsatz (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)

Während der Produktion eines Autos müssen Arbeiter insgesamt ungefähr 1.000-mal verschiedenste Barcodes scannen - beispielsweise von Teilen, die sie anbringen. Dabei müssen sie jedes Mal zum Barcode-Handscanner greifen, einem etwa 20 cm langen Gerät, das meistens irgendwo am Arbeitsplatz hängt oder liegt. Mit dem Mark II des deutschen Herstellers Proglove soll das der Vergangenheit angehören.

Inhalt:
  1. Proglove-Handschuh angeschaut: Locker aus der Hand Barcodes scannen
  2. Enge Zusammenarbeit mit Autobauern

Der Mark II ist ein nur 50 x 45 x 16 mm großer Scanner, der auf einen Handschuh gesteckt wird. Verglichen mit herkömmlichen Scannern ist das Gerät deutlich kleiner und mit 40 Gramm vor allem leichter. Dem Hersteller Proglove zufolge spart BMW durch den Einsatz des Mark II vier Sekunden pro Scanvorgang - vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Arbeiter kein separates Gerät mehr hervorholen müssen.

Je nach Einsatzgebiet gibt es verschiedene Handschuhe mit Klickvorrichtung. Für Arbeitsbereiche, die einen gewissen Schutz erfordern, steht ein Kompletthandschuh zur Verfügung, bei dem wir den Scanvorgang mit dem Daumen über einen Taster ausführen, der seitlich am Zeigefinger eingebaut ist. Das gleiche Prinzip verwendet Proglove bei einem zweiten Handschuhmodell, das jedoch offen ist - sich also für Arbeitsplätze eignet, bei denen die Hände nicht geschützt werden müssen. Alternativ lässt sich das offene Handschuhmodell auch über andere Handschuhe ziehen. Ein zweites offenes Handschuhmodell hat den Taster in der Handinnenfläche.

Nachdem wir den Mark II wenige Minuten getragen haben, nehmen wir ihn kaum noch an der Hand wahr. Drücken wir den Taster, erscheinen ein Licht und ein Fadenkreuz; der Scanner ist dann bereit, einen Barcode zu erfassen. Besonders beim Tragen des Handflächen-Scanhandschuhs kommen wir uns ein wenig vor wie Spiderman - die Auslösegeste entspricht der von Peter Parker, wenn er sein Spinnennetz spannt. Scannen wir einen Code erfolgreich, bekommen wir eine Vibrationsrückmeldung. Dadurch können auch Nutzer in lauten Umgebungen erkennen, dass sie den jeweiligen Code erfasst haben.

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Zudem lässt sich das System auch so einstellen, dass es eine positive oder negative Rückmeldung ausgibt, je nachdem, ob das korrekte Teil eingescannt wurde. Auf diese Weise kann beispielsweise bei der Montage verhindert werden, dass ein falsches Teil verwendet wird. Das Signal bei einem falschen Teil ist eindeutig, wie wir in unserem kurzen Test gemerkt haben.

Der Mark II ist standardmäßig über einen Access Point mit einem Netzwerk verbunden. Proglove liefert die Hardware mit einem Konfigurationstool, mit dem der Scanner mit verschiedenster Software gekoppelt werden kann - je nachdem, welche der Kunde verwendet. Die Reichweite konnte Proglove beim Mark II gegenüber dem ersten Modell auf 150 cm vergrößern. In unseren Tests hatte der Scanner auch bei nahen Objekten keine Schwierigkeiten, den Code korrekt zu erfassen.

  • Der Mark II von Proglove mit dem halboffenen Handschuh (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Der Handschuh hat seitlich am Zeigefinger einen Knopf, über den der Scanner aktiviert wird. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Bei Aktivierung des Scanners leuchtet zwei LED-Lampen im vorderen Bereich auf. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Ein Laser-Fadenkreuz zeigt an, wie der Scanner auf den Barcode gehalten werden muss. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Für den Mark II stehen insgesamt drei Handschuhe zur Verfügung: ein halboffener und ein geschlossener mit Zeigefinger-Schalter sowie ein halboffener mit Handinnenflächenschalter. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die Handschuhe gibt es in verschiedenen Größen; sie sind als Verbrauchsgegenstand konzipiert und können nachgekauft werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Der Mark II wird in eine Halterung geklickt. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Der Scanner verbindet sich drahtlos mit einem Access Point. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Geladen wird der Mark II in einer speziellen Ladeschale, die zwei Scanner gleichzeitig aufladen kann. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
Der Mark II von Proglove mit dem halboffenen Handschuh (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)

Über ein drahtloses Netzwerk (868 MHz) verbunden soll der Mark II bis zu 30 Meter vom Access Point entfernt noch funktionieren. Der Scanner lässt sich aber auch über Bluetooth LE verbinden, dann sinkt die Reichweite aber auf 10 Meter. Der Scan erfolgt über eine Kamera, die künftig auch für Bilddokumentationen verwendet werden soll. Dann könnten beispielsweise defekte Pakete in der Logistikkette direkt aufgenommen und an eine Datenbank weitergeleitet werden, ohne eine separate Kamera verwenden zu müssen.

Enge Zusammenarbeit mit Autobauern 
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Urbautz 26. Apr 2019

Öhm nein? RF-Guns meinst du reine Handheld-Scanner nehme ich an. Die sind für Picking...

Urbautz 26. Apr 2019

Ne, bin selbst nur Kunde. Hab hier noch nen WT6000 vor mir einstauben.

wupme 26. Apr 2019

Belegen aber eine Hand, mit dem Glove hast du die Hand frei für Arbeiten. Das kann auch...


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Vom Junior-Projektleiter zum IT-Director konnte Florian Schader sämtliche Facetten der IT-Welt gestalten und hat eine Leidenschaft entwickelt, diese Erfahrungen weiterzugeben. Seine Grundmotivation ist die aktive Weitergabe seiner 20-jährigen Projekt- und Leitungserfahrung im IT-Umfeld, der Erfolg von Projekten und die aktive Weiterentwicklung von Menschen. Dabei stellt er immer den Bezug zur Praxis her. Als Trainer und Coach ist er spezialisiert auf Projektmanagement und Führungskräfteentwicklung.

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