Produktionsvorhersagen: US-Börsenaufsicht ermittelt gegen Tesla
Neue Ermittlungen gegen Tesla: Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) untersucht, ob das Unternehmen im vergangenen Jahr falsche Vorhersagen über die Produktion des Model 3 gemacht hat. Es ist bereits die zweite Ermittlung der SEC gegen Tesla innerhalb weniger Monate.
Tesla hatte die ersten Model 3 im Juli 2017 an Kunden übergeben. Bis Ende des dritten Quartals sollten 1.500 Fahrzeuge gebaut werden. Ab Ende des Jahres sollten 5.000 Autos in der Woche aus der Fabrik kommen. Das schaffte Tesla aber erst im Juli dieses Jahres .
Die SEC hat Tesla eine Vorladung zugestellt und nach Dokumenten über die Produktionsvorhersagen gefragt. Tesla bestätigte das im aktuellen SEC Filing(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen erhalte regelmäßig Anfragen von unterschiedlichen Behörden und arbeite mit diesen zusammen. Zuletzt habe die Börsenaufsicht nach Unterlagen zu Elon Musks Plan, Tesla von der Börse zu nehmen , sowie zu "bestimmten Prognosen, die wir für die Modell-3-Produktionsraten im Jahr 2017 gemacht haben, und anderen öffentlichen Erklärungen zur Modell-3-Produktion" verlangt.

Die SEC ist nicht die einzige Behörde, die Teslas Vorhersagen zu den Produktionszahlen des Model 3 prüft. Die US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) untersucht im Auftrag des US-Justizministeriums ebenfalls, ob Tesla wissentlich falsche Angaben über Produktionsziele machte und so Investoren täuschte. FBI und Justizministerium hatten Tesla aber keine formale Vorladung geschickt.
Zuerst hatte das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) über diese Ermittlung berichtet. In einem Interview mit dem US-Onlinemagazin Recode(öffnet im neuen Fenster) attackierte Tesla-Chef Musk die Tageszeitung dafür scharf. Der Bericht sei "völlig falsch. Das ist absurd."
In dem SEC Filing kündigte Tesla indes an, wie bei anderen Gelegenheiten auch in dieser mit der Behörde zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen sieht dem Ausgang gelassen entgegen: "Unseres Wissens nach ist keine Regierungsbehörde in einer laufenden Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass ein Fehlverhalten vorliegt."
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