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Produktionsverlagerung: Kein Made in Korea mehr bei LGs Smartphones

Wegen anhaltender Verluste soll sich LG dazu entschlossen haben, seine verbliebene Smartphone -Produktion nach Vietnam auszulagern. Auf die Anzahl der produzierten Geräte dürfte dies keine Auswirkungen haben, für das Unternehmen ist das allerdings ein Bruch.
/ Tobias Költzsch
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Noch wird das  G7 Thinq in Südkorea hergestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Noch wird das G7 Thinq in Südkorea hergestellt. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der südkoreanische Hersteller LG steht offenbar vor einem Umbruch: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll die Smartphone-Produktion künftig nicht mehr teilweise in Südkorea erfolgen. Stattdessen will LG seine Geräte komplett in Vietnam fertigen lassen, wo bereits jetzt ein Teil der Smartphones hergestellt wird.

Laut Reuters fertigt LG zwischen 10 und 20 Prozent seiner Smartphones in Südkorea. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Geräte der Oberklasse, wie etwa das G7 Thinq oder das V40 Thinq . Die anderen Smartphones werden in Brasilien, China, Indien und Vietnam produziert. Samsung stellt auch seine Top-Smartphones wie das Galaxy S10 nicht mehr in Südkorea her, sondern ebenfalls in Vietnam.

Die Informationen zum Umzug stammen von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, die sich auf anonyme Quellen beruft. Denen zufolge soll die Produktionsverlagerung helfen, die Mobile-Sparte LGs wieder in die Gewinnzone zu rücken. Seit sieben Quartalen schreibt LG mit seinen Smartphones rote Zahlen.

LG G7 Thinq – Test
LG G7 Thinq – Test (01:33)

Im internationalen Vergleich spielt LG bei den Smartphones bereits länger nur noch eine kleine Rolle. In der Liste der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller wurde LG nicht nur von Apple, Huawei und Samsung überholt, sondern auch von anderen chinesischen Herstellern wie Xiaomi oder Oppo.

Die letzten Smartphones von LG haben in den Tests bei Golem.de immer recht gut abgeschnitten, allerdings fehlte den Geräten häufig eine Wiedererkennungsfunktion. Beim G7 Thinq haben wir uns beispielsweise gefragt, warum Nutzer sich stattdessen nicht das damals 250 Euro günstigere Galaxy S9 kaufen sollten.


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