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Produktion lahmgelegt: Cyberangriff treibt Textilbetrieb in die Insolvenz

Ein Cyberangriff hat im März die Produktion eines deutschen Textilveredlers für mehrere Wochen beeinträchtigt. Jetzt ist das Unternehmen pleite.
/ Marc Stöckel
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Einem Textilveredler aus Aschaffenburg geht nach einem Hackerangriff das Geld aus. (Bild: pexels.com / olia danilevich)
Einem Textilveredler aus Aschaffenburg geht nach einem Hackerangriff das Geld aus. Bild: pexels.com / olia danilevich

Cyberangriffe können für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben, die im schlimmsten Fall sogar bis zur Insolvenz reichen. Diese Erfahrung musste jetzt auch die Zego Textilveredelungszentrum GmbH machen, ein textilverarbeitendes Unternehmen aus Aschaffenburg. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) auf seiner Webseite schildert, hatte ein Hackerangriff die Produktion für mehrere Wochen lahmgelegt.

Der Angriff fand nach Angaben des Geschäftsführers Johannes Zenglein am 29. März statt und traf Zego in einem Ausmaß, welches das Unternehmen "trotz größter Anstrengungen nicht vollständig kompensieren" konnte. Es kam laut Mitteilung zu "einem Produktionsausfall von nahezu sechs Wochen und zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen".

Schlussendlich beeinträchtigte der Vorfall Zego derart stark, dass sich das Textilunternehmen gezwungen sah, einen Insolvenzantrag zu stellen. "Dieser Schritt schmerzt uns sehr", schreibt Zenglein. Alle anderen dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Zego wieder auf einen stabilen Kurs zurückzuführen, seien bereits geprüft und ausgeschöpft worden.

Restrukturierung soll helfen

Details zum Cyberangriff gehen aus der Meldung nicht hervor. Damit bleibt unklar, wer genau hinter dem Angriff steckt, ob Daten verschlüsselt oder ausgeleitet wurden und ob der Angreifer ein Lösegeld forderte. Der lange Produktionsausfall deutet allerdings auf einen Ransomwareangriff hin. Dabei werden Daten auf IT-Systemen in der Regel verschlüsselt und/oder exfiltriert, um die jeweiligen Opfer anschließend zu erpressen.

Zenglein sieht für sein Unternehmen trotz des gestellten Insolvenzantrags eine Zukunft. "Eine Insolvenz bedeutet nicht automatisch das Ende eines Unternehmens", betont er. Das Insolvenzverfahren biete Zego die Möglichkeit, sich zu restrukturieren, neu aufzustellen und sich wirtschaftlich zu stabilisieren.

Die Zego Textilveredelungszentrum GmbH wurde 1990 gegründet und beschäftigt laut eigener Website(öffnet im neuen Fenster) etwa 60 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Arbeits-, Geschäfts- und Teamkleidung sowie andere Textilien zu veredeln. Für die zu verarbeitende Berufsbekleidung bietet Zego auch zusätzliche Lager- und Logistikleistungen an.


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