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Produktion eingestellt: Warum das Buffy-Reboot gestoppt wurde

Hulu hat die Arbeiten an der Buffy-Neuauflage überraschend beendet – trotz fertigem Piloten und prominenter Beteiligung. Die Hintergründe werden klarer.
/ Peter Osteried
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Dieses Bild teilte Ryan Kiera Armstrong. Es zeigt sie als Nova für die nach der Pilotfolge eingestellte Serie Buffy: New Sunnydale. (Bild: 20th Century Studios)
Dieses Bild teilte Ryan Kiera Armstrong. Es zeigt sie als Nova für die nach der Pilotfolge eingestellte Serie Buffy: New Sunnydale. Bild: 20th Century Studios

Hulu hat die geplante Neuauflage von Buffy – Im Bann der Dämonen überraschend gestoppt, obwohl das Projekt bereits weit fortgeschritten war. Das US-Branchenmagazin Deadline(öffnet im neuen Fenster) hat recherchiert, wie es zu dieser Entscheidung kam. Demnach wurde der Pilotfilm nach internen Diskussionen kurzfristig verworfen, obwohl zuvor mit einer Serienbestellung gerechnet worden war.

Zu jugendorientiert

Die Fortsetzung mit dem Arbeitstitel Buffy: New Sunnydale sollte Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar in ihre ikonische Rolle als Buffy Summers zurückbringen. Regie beim Pilotfilm führte die Oscar-prämierte Regisseurin Chloé Zhao (Nomadland), das Drehbuch stammte von den Autorinnen Nora und Lilla Zuckerman (Poker Face). Als neue Jägerin war zudem die junge Schauspielerin Ryan Kiera Armstrong vorgesehen.

Für das Projekt gibt es eine lange Entwicklungsgeschichte: Bereits vor mehreren Jahren soll Zhao die Schauspielerin Gellar davon überzeugt haben, zurückzukehren. Vor rund einem Jahr bestellte Hulu schließlich offiziell einen Pilotfilm. Die Dreharbeiten begannen im Sommer 2025, das Konzept sah eine Doppelstruktur aus neuer Jägerin und einer gealterten Buffy vor.

Laut Deadline kritisierte der Streamingdienst den Pilotfilm nach dessen Fertigstellung jedoch. Die Serie wirkte demnach zu jugendorientiert und im Umfang zu klein angelegt. Daraufhin wurde das Drehbuch überarbeitet. Die neue Fassung fokussierte die Figur Buffy und richtete sich in Ton und Umfang mehr an ein erwachsenes Streamingpublikum.

Intern soll die Überarbeitung positiv aufgenommen worden sein, eine Serienbestellung galt als wahrscheinlich. Dennoch entschied sich Craig Erwich, Präsident der Disney Television Group und verantwortlich für Hulu Originals, kurzfristig gegen das Projekt.

Die Gründe bleiben unklar, Gellar verwies jedoch in einem Interview mit dem Magazin People(öffnet im neuen Fenster) darauf, dass der für das Projekt zuständige Manager die Originalserie nicht kannte und auch darauf hingewiesen habe, "sie sei nichts für ihn" .

Branchenkreise verweisen sowohl auf gestiegene Produktionskosten als auch darauf, dass die kreative Ausrichtung weiterhin nicht überzeugte.

Und Gellar?

Die Originalserie Buffy – Im Bann der Dämonen lief von 1997 bis 2003 und gilt als prägend für moderne Serienformate. Eine neue Umsetzung der Marke gilt weiterhin als möglich, konkrete Pläne sind derzeit jedoch nicht bekannt.


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