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Produkte, Projekte, Unternehmen: Was 2025 eingestellt und geschlossen wurde

In diesem Jahr verabschieden wir nicht nur Windows 10 und den Traditionsnamen AVM . Auch der KI -Hype hat bereits erste Opfer gefordert.
/ Oliver Nickel
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Im Jahr 2025 mussten viele Unternehmen ihren Betrieb einstellen. (Bild: Pixabay.com)
Im Jahr 2025 mussten viele Unternehmen ihren Betrieb einstellen. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz
Inhalt
  1. Produkte, Projekte, Unternehmen: Was 2025 eingestellt und geschlossen wurde
  2. Kein Traum von Flugtaxis
  3. Skype geschlossen
  4. Traditionsunternehmen durch Ransomware lahmgelegt
  5. Microsoft beendet Mainstream-Support von Windows 10
  6. Department of Government Efficiency leise beendet

Im Jahr 2025 haben wir nicht nur das offizielle Supportende eines der beliebtesten Windows-Betriebssysteme gesehen. Auch gab es die ersten Pleiten durch den KI-Hype und die darauf aufbauende KI-Blase. Wir geben eine Übersicht über Produkte, Projekte und Unternehmen, die in diesem Jahr eingestellt wurden.

Los geht es aber mit einem politischen Abschied mit großen Auswirkungen auch auf die Tech-Branche.

Biden-Regierung gibt Aufgaben an Trump ab

Am 20. Januar 2025 gab die US-Regierung unter Joe Biden ihre Verantwortung ab, denn an diesem Tag wurde Donald Trump für seine zweite Amtszeit vereidigt(öffnet im neuen Fenster) . Er kündigte Änderungen an, die auch den Tech-Sektor nachhaltig beeinflussen sollten. Dabei wurden vor allem Trumps Zölle zu einem Druckmittel, um Unternehmen und Regierungen zu Verhandlungen zu bewegen. Trump konnte auch den Tech-Milliardär Elon Musk für sein Team gewinnen. Er sollte fortan die Leitung des Department of Government Efficiency, kurz Doge, übernehmen. Dazu später mehr.

Digital River durch US-Embargo insolvent

Ende Januar wurden einige bereits vor Trumps Antritt getroffene Entscheidungen der US-Regierung dem Zahlungsdienstleister Digital River zum Verhängnis. Der Antivirussoftware-Hersteller Kaspersky durfte seine Produkte in den USA durch ein Embargo nicht mehr verkaufen. Digital River verlor so einen der wichtigsten Kunden und musste in Deutschland schon im Januar Insolvenz anmelden .

Eine Folge davon: Einige andere Onlineshops konnten zeitweise keine Zahlungen mehr verarbeiten. Neben Kaspersky hatte Digital River auch andere große Kunden wie Adobe, Asus, Ubisoft, Activision Blizzard, Sony, Nintendo, Canon und Panasonic. Kaspersky gehörte allerdings zur größten Einnahmequelle. Im Mai 2025 musste das Unternehmen den Dienst schließlich komplett einstellen.

Nikola ist kein Tesla

2017 fiel der Elektrofahrzeughersteller Nikola noch negativ mit einem elektrischen Truck auf. Das Unternehmen rollte den Prototyp einen Hügel hinunter und verkaufte das als einen Lastwagen in Bewegung. 2022 wurde der Gründer Trevor Milton deshalb wegen Betrugs verurteilt. Einige Jahre später brachte der Hersteller immerhin einen funktionierenden Sattelschlepper auf den Markt. Der Nikola Tre wurde an ein paar Kunden verkauft.

2024 konnte das Unternehmen aber bei weitem nicht genug Umsatz generieren. Auf 24 Millionen US-Dollar Einnahmen kamen 800 Millionen US-Dollar Verlust – innerhalb von nur neun Monaten. Anfang 2025 meldete das Unternehmen deshalb Insolvenz an . Daran konnte auch der anfangs sehr erfolgreiche Börsengang nichts ändern.

Der viel zu teure KI-Pin

Das Start-up Humane hatte mit dem AI Pin viel versprochen. Das Gerät sollte, an der Kleidung befestigt, als kleiner KI-Helfer unterwegs Fragen beantworten und die Umgebung analysieren können. Gesteuert wurde das Gerät unter anderem über Sprachkommandos. Allerdings war darin auch ein kleiner Projektor integriert. Der strahlte GUI-Elemente auf die Handfläche – coole Idee.

In der Umsetzung hakte es aber an jeder Ecke. Oft verstand das System Spracheingaben nicht oder nahm die Gestensteuerung mit der Hand nicht wahr. Ging ein Kommando dann doch durch, dauerte die Verarbeitung durch die doch recht schwache Hardware sehr lange. Und dann kostete das Ganze auch noch 700 US-Dollar plus Abo für 25 US-Dollar im Monat.

Die Reaktionen von Kundschaft und Presse waren entsprechend vernichtend und Humane musste den Betrieb einstellen(öffnet im neuen Fenster) . Der AI Pin funktioniert seit dem 28. Februar 2025 nicht mehr, weil die Server abgeschaltet wurden. Zumindest konnten einige Angestellte ihren Job behalten. HP kaufte Humane und dessen Team für immerhin 116 Millionen US-Dollar.


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