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Traditionsunternehmen durch Ransomware lahmgelegt

Der deutsche Serviettenhersteller Fasana druckte seit mehr als 100 Jahren Produkte für diverse Kunden. Allerdings musste das Unternehmen im Juni 2025 den Betrieb vollständig einstellen. Ein Ransomware-Angriff hatte sämtliche IT-Systeme, Laptops und Netzwerkinfrastruktur unbenutzbar gemacht. Aufträge konnten nicht mehr ausgeführt werden.

Der Schaden ging schnell in die Millionen und zwang das Unternehmen in die Insolvenz. Ein Käufer konnte auf die Schnelle nicht gefunden werden. Ende 2025 arbeiteten noch etwa 50 Menschen für Fasana. Sie sollten das Unternehmen bis 2026 vollständig abwickeln und schließen .

Der Name AVM ist Geschichte

"Audio Visuelles Marketing" – kurz AVM – war seit der Gründung der Firma ein allgegenwärtiger Name. Anfangs stellte die Firma Bildschirmtext-Hardware her. In den Neunzigern kam dann ein weiterer Name ins Spiel: Unter dem Label Fritz kamen erst ISDN-Karten, später Router auf den Markt. Die Fritzbox wurde zum Symbol für AVM.

Im Juli 2025 benannte sich AVM offiziell in Fritz um . Der neue Name wurde wegen der größeren Bekanntheit ausgewählt. "Für Sie als Partner bedeutet das vor allem: mehr Klarheit, mehr Wiedererkennbarkeit, keine Umstellungen" , schrieb das Unternehmen in einer E-Mail. Dem Geschäft sollte die Umbenennung nicht schaden. Im Gegenteil: Das Unternehmen will vor allem international bekannter werden.

Amazon Freevee-App beendet

Mit Amazon Freevee wollte der Konzern ein kostenloses Streamingangebot mit Werbung finanzieren. Das kam bei der Kundschaft offenbar nicht so gut an. Schon Ende 2024 gab der Konzern bekannt, Freevee bald abzuschalten. Im August 2025 konnte die Freevee-App nicht mehr genutzt werden .

Die auf Freevee veröffentlichten Inhalte bleiben allerdings erhalten. Kunden müssen dazu ein Prime-Abo abschließen, da sie von Amazon verschoben wurden. Das hat für den Konzern den Vorteil, dass nur noch eine Plattform gepflegt werden muss. Auch kann das für Kunden weniger verwirrend sein.

Volksverschlüsselung eingestellt

Das Fraunhofer Institut SIT und die Deutsche Telekom wollten mit der sogenannten Volksverschlüsselung eine sichere Ende-zu-Ende-Kommunikation sicherstellen. Schon ab 2016 stand der Dienst für User zur Verfügung. Schon damals stand er in der Kritik, etwa weil der Code trotz Open-Source-Versprechen anfangs gar nicht quelloffen war.

Im September 2025 kündigten die Partner ein Ende des Projekts an. Die Einstellung ist aber erst für den 31. Januar 2026 geplant. Ab dann können sich keine neuen User mehr für das Projekt registrieren. Auch soll es dann keine Updates und keinen Support mehr geben. Ressourcen der Volksverschlüsselung sollen derweil für neuere und laut den Machern zukunftssichere Technologien genutzt werden. Welche das sind, ist bisher offen.


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