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Produkte: Amazon verbietet Kundenrezensionen mit Anreiz und Belohnung

Kundenrezensionen, die daran gekoppelt sind, dass die Produkte beim Rezensenten bleiben, sind nicht mehr zugelassen. Ausgenommen ist jedoch der Club der Produkttester Amazon Vine.
/ Achim Sawall
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Amazon-Bewertungen: Keine gute Grundlage für Kaufentscheidungen (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)
Amazon-Bewertungen: Keine gute Grundlage für Kaufentscheidungen Bild: Kevork Djansezian/Getty Images

Amazon hat seine Community Guidelines geändert, und verbietet nun Kundenrezensionen von Produkten, die mit einem Anreiz verbunden sind. Wenn Rezensenten das Produkt, das sie besprechen, behalten dürfen oder günstiger erhalten, werden Rezensionen nicht mehr zugelassen. Das gab Chee Chew, Vice President Customer Experience bei Amazon, im Blog des Unternehmens bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Nur Bücher sind davon ausgenommen.

Ein Amazon-Sprecher sagte Golem.de auf die Frage, ob auch in Deutschland die Community Guidelines entsprechend geändert werden: "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Spekulationen über die Zukunft machen können."

Einzige Ausnahme ist der Club der Produkttester Amazon Vine: Hier lädt Amazon Rezensenten ein, Produkte zu testen. Grundlage sei laut Unternehmensangaben(öffnet im neuen Fenster) der Rezensent-Rang, mit dem Qualität und Nützlichkeit ihrer Rezensionen von anderen Amazon-Kunden bewertet wurden. Amazon Vine-Mitglieder dürfen die Produkte behalten. Vine-Rezensionen sind durch den grünen Streifen mit der Aufschrift "Kundenmeinung aus dem Amazon Vine – Club der Produkttester-Programm" gekennzeichnet.

Was Amazon zum Vine-Programm sagt

Amazon erklärt: "Mitglieder erhalten für ihre Teilnahme am Programm und ihre Rezensionen keine Bezahlung. Mitglieder werden anhand der Nützlichkeit ihrer Rezensionen nach Meinung anderer Amazon Kunden ausgewählt. Nachdem sie zum Programm eingeladen wurden, müssen sie alle ausgewählten Produkte innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt rezensieren und weiterhin zu den Rezensenten mit den höchsten Rängen bei Amazon gehören, um ihren Status als Vine-Mitglied zu behalten. Anbieter haben keinerlei Kontakt zu den Vine-Mitgliedern und keinen Einfluss auf die Rezension der Produkte durch die Vine-Mitglieder."

Amazon wehrt sich verstärkt gegen gekaufte Produktbewertungen und hat fünf Webseiten verklagt , die Rezensionen für Geld angeboten hatten. Die Klage richtete sich gegen die Webseiten Paidbookreviews.org, Amazonverifiedreviews.com, Amazonreviewstar.com, Buyamazonreviews.info und Reviewconnections.com.


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