Das Processwire-Backend ist minimalistisch

Das Backend einer leeren Processwire-Installation ist sehr überschaubar. Beim Einstieg findet man kaum mehr als die Hauptmenüpunkte Pages, Setup, Modules und Access. Hier verleitet nichts zum Spielen, sondern man gewinnt gleich den Eindruck, dass noch ein paar Handgriffe getan werden müssen, bevor auf Knopfdruck neue Seiten erstellt werden können.

  • Der Backend-Bereich für Felder: Es sind schon einige Felder für die weitere Gestaltung von Seiten angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Das Processwire-Backend ist übersichtlich. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Backend-Bereich für Nutzerkonten: Es sind bereits einige wenige mit unterschiedlichen Rollen angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Anfang der Datei main.php zeigt, wie gut die Standarddateien von Processwire kommentiert sind. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Eine mit Processwire entstehende Website nach ein paar Minuten Arbeit. Man sieht die automatisch angelegten Navigationselemente. Zu diesem Zeitpunkt sind noch keinerlei CSS-Einstellungen vorgenommen worden.  (Screenshot: Claus Godbersen)
Das Processwire-Backend ist übersichtlich. (Screenshot: Claus Godbersen)

Mit Vorlagen die Struktur aufbauen

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Nun heißt es: Do it Yourself. Mit einem Zusammenspiel aus Vorlage-Dateien (im Folgenden "Templates") und Backend baut man die Struktur einer Website auf.

Mit einem Texteditor der eigenen Wahl legt man zunächst Templates im Verzeichnis site/templates an. Im Backend erscheinen neue Templates dann als Auswahlmöglichkeit unter dem Menüpunkt Setup->Templates->Add New. Sobald ein Template ausgewählt wurde, steht es später für die Erstellung einer Seite zur Verfügung.

Felder einrichten

Weiter müssen im Backend Feldtypen angelegt werden, in die der Inhalt für die verschiedenen Seiten eingegeben werden kann. Dies geschieht im Hauptmenü unter Setup->Fields->Add New. Ein Name und Datentyp müssen dabei festgelegt werden. Andere Angaben sind optional.

  • Der Backend-Bereich für Felder: Es sind schon einige Felder für die weitere Gestaltung von Seiten angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Das Processwire-Backend ist übersichtlich. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Backend-Bereich für Nutzerkonten: Es sind bereits einige wenige mit unterschiedlichen Rollen angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Anfang der Datei main.php zeigt, wie gut die Standarddateien von Processwire kommentiert sind. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Eine mit Processwire entstehende Website nach ein paar Minuten Arbeit. Man sieht die automatisch angelegten Navigationselemente. Zu diesem Zeitpunkt sind noch keinerlei CSS-Einstellungen vorgenommen worden.  (Screenshot: Claus Godbersen)
Der Backend-Bereich für Felder: Es sind schon einige Felder für die weitere Gestaltung von Seiten angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
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Sodann geht es wieder zurück in den Texteditor, wo die Felder in der Template-Datei an der gewünschten Stelle durch PHP-Code aufgerufen werden. In den Tutorials auf der Website von Processwire sind aussagekräftige Beispiele einfach zu finden.

Seiten erstellen

Nachdem Vorlagen und Felder angelegt wurden, können endlich Seiten erstellt werden. Dazu wählt man im Hauptmenü den Punkt Pages->Tree->Add New aus.

In der leeren Standardinstallation - die eben doch nicht ganz leer ist - ist ein grundlegendes Frontend-Navigationsmenü enthalten. Sobald Seiten angelegt werden, erfasst es diese und erweitert sich automatisch. Enthält eine Seite Unterseiten, wird im Frontend auch automatisch ein Pfad anzeigt, der Nutzern bei der Orientierung hilft. Das ist perfekt, wenn ein inhaltlicher Schnellstart im Vordergrund steht und das schicke Aussehen später kommen kann.

Will man dieses vorgefertigte Navigationsmenü verändern oder deaktivieren, muss man in der Datei site/templates/_main.php nach den HTML-Elementen <p id="topnav"> und <p1 id="headline"> suchen.

Das Webprojekt hübsch machen

Wenn die Zeit für eine ansprechende Gestaltung des Web-Projekts gekommen ist, können die Seiten mit Standard-CSS Farbe und Form erhalten. In Processwires vorinstallierter Struktur ist im Verzeichnis site/templates/styles eine fast leere Datei main.css zu finden. Um ohne weiteren Aufwand die Darstellung der Website zu bearbeiten, muss diese CSS-Datei genutzt werden.

Die in main.css gemachten Konfigurationen werden wirksam, sobald man sie in den Seiten-Templates aufruft. Dazu wird unter site/templates eine Datei namens head.inc erstellt. Diese beinhaltet den oberen Teil der HTML-Standardstruktur von <!DOCTYPE html> bis <body> und damit auch den Aufruf der main.css nach den im HTML-Kopf üblichen Regeln.

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Wenn die Website wächst und man soweit ist, mehrere CSS-Dateien für unterschiedliche Seiten anzulegen, muss man die Datei site/config.php bearbeiten. Hier wird unter anderem mit der Anweisung $config->appendTemplateFile='_main.php' die Datei site/templates/_main.php als eine Vorlage in alle Seiten geladen, was auch die Gültigkeit der main.css nach sich zieht.

Im Fließtext beschrieben mag das kompliziert klingen. Wenn man es direkt in den einführenden Kommentaren liest, die die Processwire-Macher in ihren Konfigurationsdateien und Standard-Templates hinterlassen haben, ist es aber sehr gut nachvollziehbar.

Rollen und Benutzer

Wenn die Website-Struktur steht, soll in unserem Szenario ein Nutzer mit dem Recht, ausschließlich für eine bestimmte Seite Unterseiten zu erstellen, eingerichtet werden. So kann beispielsweise ein News-Bereich redaktionell betreut werden.

Unter dem Hauptmenüpunkt Access lassen sich sowohl neue Rollen ("Roles") als auch Benutzer ("Users") anlegen. Dabei kommen in der logischen Hierarchie zuerst die Rollen und dann die Benutzer. Rollen erhalten Rechte zugeteilt und Benutzer erhalten Rollen zugeteilt.

  • Der Backend-Bereich für Felder: Es sind schon einige Felder für die weitere Gestaltung von Seiten angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Das Processwire-Backend ist übersichtlich. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Backend-Bereich für Nutzerkonten: Es sind bereits einige wenige mit unterschiedlichen Rollen angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Anfang der Datei main.php zeigt, wie gut die Standarddateien von Processwire kommentiert sind. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Eine mit Processwire entstehende Website nach ein paar Minuten Arbeit. Man sieht die automatisch angelegten Navigationselemente. Zu diesem Zeitpunkt sind noch keinerlei CSS-Einstellungen vorgenommen worden.  (Screenshot: Claus Godbersen)
Der Backend-Bereich für Nutzerkonten: Es sind bereits einige wenige mit unterschiedlichen Rollen angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)

So kann der Superuser beispielsweise eine Rolle "Redakteur" und einen Benutzer "Susanne" anlegen und Susanne dann die Rolle "Redakteur" zuweisen. Susanne ist dann in der Lage, sich mit ihren Zugangsdaten im Backend anzumelden und die ihr übertragenen redaktionellen Aufgaben zu erledigen.

  • Der Backend-Bereich für Felder: Es sind schon einige Felder für die weitere Gestaltung von Seiten angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Das Processwire-Backend ist übersichtlich. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Backend-Bereich für Nutzerkonten: Es sind bereits einige wenige mit unterschiedlichen Rollen angelegt. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Der Anfang der Datei main.php zeigt, wie gut die Standarddateien von Processwire kommentiert sind. (Screenshot: Claus Godbersen)
  • Eine mit Processwire entstehende Website nach ein paar Minuten Arbeit. Man sieht die automatisch angelegten Navigationselemente. Zu diesem Zeitpunkt sind noch keinerlei CSS-Einstellungen vorgenommen worden.  (Screenshot: Claus Godbersen)
Eine mit Processwire entstehende Website nach ein paar Minuten Arbeit. Man sieht die automatisch angelegten Navigationselemente. Zu diesem Zeitpunkt sind noch keinerlei CSS-Einstellungen vorgenommen worden. (Screenshot: Claus Godbersen)

Weitere Schritte

Processwire wäre kein ernstzunehmendes CMS, wenn es nach diesen ersten Schritten nicht noch viel mehr zu bieten hätte. Da das Backend übersichtlich und die Dokumentation auf der offiziellen Website gut verständlich ist, soll an dieser Stelle das Tutorial für die ersten Schritte reichen. Für alles weitere sei auf die besagte offizielle Dokumentation verwiesen.

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 Processwire: Wenn Webentwicklung schnell gehen mussProcesswire im Vergleich mit Wordpress und Typo3 
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