Software-Probleme: Umfassender IT-Ausfall an Berliner Gerichten behoben
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Die Berliner Straf- und Zivilgerichte konnten mehrere Tage aufgrund eines technischen Ausfalls nicht arbeiten, berichtet der Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster). Als Ursache für den Ausfall benennt das Berlin-eigene IT-Dienstleistungsunternehmen ITDZ ein Lizenzproblem für eine Schnittstellensoftware, über die sich Justizangestellte auf die Server einwählen müssen.
Die IT-Probleme dauern auch am 14. Juli 2026 weiter an, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Justizkreisen. Die Störung setzte in den frühen Morgenstunden des 13. Juli 2026 ein und betrifft die "gesamte ordentliche Gerichtsbarkeit" in Berlin, erklärte ein Sprecher des Kammergerichts Berlin der Zeitung. Er bestätigte eine "Großstörung".
Als Folge davon seien alle Mitarbeiter am 13. Juli 2026 nach Hause geschickt worden, weil sie nicht mehr arbeiten konnten. Aufgrund der Störung war kein Zugriff auf elektronische Akten möglich, aber auch das Lesen von E-Mails funktionierte nicht.
Scharfe Kritik des Richterbundes
Obwohl die Betroffenen die Mitteilung nicht lesen konnten, verschickte das ITDZ(öffnet im neuen Fenster) eine E-Mail, wonach der Fehler gefunden sei. Eine Sprecherin der Senatsjustizverwaltung bestätigte am späten Nachmittag des 13. Juli 2026 den anhaltenden IT-Ausfall.
Die Berliner Morgenpost(öffnet im neuen Fenster) zitiert Justizkreise mit der Vermutung, dass die Störung möglicherweise am Morgen des 14. Juli 2026 behoben sein könnte. Bereits am 10. Juli 2026 sei es an den Berliner Gerichten stundenlang zu flächendeckenden IT-Ausfällen gekommen.
Der Berliner Landesverband des Deutschen Richterbundes bestätigt die andauernden IT-Probleme an Berliner Gerichten und kritisiert diese scharf. "Wir haben einen vorübergehenden Stillstand der Rechtspflege. Die Richterschaft ist wütend, da wir unsere Arbeit nicht machen können", erklärte Stefan Schifferdecker, Co-Vorsitzender der Verbands.

